Seit der Revitalisierung im Zuge des Hochwasserschutzes hat sich das Emmeufer in Biberist kontinuierlich zu einem Bade-, Grill-, Spiel- und Tummelplatz für Menschen allen Alters entwickelt. Tagsüber nützen Mütter mit Kinderwagen, Senioren mit dem Rollator, Hundehalter und ihre Hunde, Jogger oder Velofahrer die Wege entlang der Emme. Am Abend oder am Wochenende sind es eher Jugendliche, die sich zum Grillen treffen, oder Sonnenhungrige, die sich auf die grossen Steine legen und zwischendurch im seichten Wasser baden.

Biberists Gemeindepräsident Martin Blaser schätzt den Emmeraum schon seit Jahren als Naherholungsgebiet. «Damit Freude und Genuss auch weiterhin im Vordergrund stehen, müssen wir der Natur Sorge tragen», so Blaser. Das Projekt «Träffpunkt Ämme» soll dazu beitragen, dass das Emmeufer sauber bleibt und vernünftig genutzt wird. Wie beinahe überall ist es vor allem der Abfall, der Mühe macht. «Die meisten Nutzer benehmen sich vorbildlich und nehmen ihre Sachen wieder mit oder entsorgen sie ordnungsgemäss», so Blaser. Tatsächlich sind aber Littering, Lärm und Vandalismus nicht nur am Emmeufer aktuelle gesellschaftspolitische Herausforderungen.

Entlang der Aare von Solothurn bis Grenchen gibt es seit Jahren ein Littering-Projekt und neben der Perspektive unterstützt auch Radix Gemeinden bei der Entwicklung und Umsetzung wirksamer Massnahmen. Die beiden Institutionen sollen nun auch in Biberist helfen.

Ebenso ist die Bevölkerung aufgerufen, sich einzubringen. Am 10. September wird ein Workshop stattfinden, zu dem auch die Behörden und Einwohner der weiteren Emme-Gemeinden Bätterkinden, Utzenstorf, Zielebach, Wiler, Gerlafingen, Derendingen, Zuchwil und Luterbach eingeladen sind. «Uns interessiert die Meinung der Einwohner. Wir wollen wissen, was ihnen am Emmeufer gefällt und was nicht. Wir nehmen gerne Ideen und Vorschläge zur Verbesserung der Situation entgegen», so Blaser.

Abfall wegräumen

Ein neuralgischer Punkt ist für Blaser das Emme-Ufer rund um die Bogenbrücke. Dort treffen auch die Grenzen der drei Gemeinden Wiler, Gerlafingen und Biberist zusammen. Gegen Westen liegt ein kleiner Sandstrand, der zum Baden und Bräteln lockt. «Im Moment überlegen wir uns, was wir als Sofortmassnahmen tun können, damit das Ufer sauber bleibt», so Blaser. Es bleibe wohl nichts anderes, als so oft wie möglich Abfall zusammenzulesen. «Denkbar ist auch, dass wir Asylbewerber einsetzen, die uns beim ‹Fötzelen› helfen.»