Derendingen
Das Elsässli wird offiziell und verkehrstechnisch gesehen zur Begegnungszone

Seit Montag ist das Elsässli offiziell zur Begegnungszone geworden. Damit wurde ein Wunsch der Quartierbewohner erfüllt. Diese hatten für die Begegnungszone eine Petition mit 200 Unterschriften eingereicht.

Rahel Meier
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Die Kinder dürfen die Begegnungszone offiziell in Betrieb nehmen.

Die Kinder dürfen die Begegnungszone offiziell in Betrieb nehmen.

Rahel Meier

«Das Elsässli-Quartier eignet sich ausgezeichnet als Begegnungszone, weil es nur zwei Eingangspforten gibt.» Bauverwalter Roger Spichiger freute sich, dass das Projekt in Derendingen realisiert werden konnte.

Zustande kam die Begegnungszone, weil die Quartiertbewohner sich diese wünschten und eine Petition mit 200 Unterschriften eingereicht wurde. Hansruedi Meyer, Präsident der IG Elsässli, erklärte an der kleinen Eröffnungsfeier am Montagabend, dass die Zusammenarbeit mit den Behörden tadellos funktioniert habe.

Die Idee sei positiv aufgenommen worden. «Ich musste nicht mal lobbyieren dafür.» Man durfte sich sogar noch an der Planung der Parkplätze beteiligen, was im Quartier geschätzt wurde.

Begegnungszone

Begegnungszonen können nur auf Nebenstrasse mit Wohn- und/oder Geschäftsnutzung eingerichtet werden. In einer Begegnungszone gilt Tempo 20. Fussgänger haben Vortritt gegenüber allen anderen Fahrzeugen. Das heisst, dass sie die Fahrbahn jederzeit queren dürfen. Sie dürfen die Fahrzeuge jedoch nicht unnötig behindern. Parkieren ist erlaubt, aber nur in den markierten Parkplätzen. Eine Begegnungszone darf explizit als Fläche für Spiel und Sport genützt werden. Die Idee der Begegnungszone kommt aus Holland. In den 80er-Jahren gab es daraus die sogenannten Wohnstrassen. (rm)

Ganz so einfach war es aber doch nicht, wie Spichiger erklärte. Um eine Begegnungszone zu realisieren, brauche es nämlich allerlei Papierkram. Gutachten, Verkehrsmessungen, eine Prüfung durch die kantonalen Behörden, dann die offizielle Genehmigung und später dann auch noch eine Überprüfung und einen Rechenschaftsbericht.

In diesem Rahmen werde dann nochmals überprüft, ob die Parkplätze an der richtigen Stelle seien und ob es allenfalls noch mehr brauche. Laut Spichiger dürfte das Elsässli die einzige Begegnungszone im Dorf bleiben, weil sich die Struktur der anderen Quartiere nicht eigne für Tempo 20.

Auch Gemeindepräsident Kuno Tschumi freute sich, dass Begegnungen im Elsässli nun noch einfacher möglich seien. «Das Quartier lebt und das ist schön.» Er gratulierte den Bewohnern vor allem auch für die Idee. «Die guten Ideen kommen nämlich immer von den Leuten. Der Gemeinderat hilft nur dabei, sie umzusetzen.»