Vor Beginn der Budgetdebatte lag der Aufwandüberschuss in der laufenden Rechnung bei 758 085 Franken. Die Investitionsrechnung zeigte Nettoinvestitionen von 2,604 Mio. Franken. Allerdings waren sämtliche Begehren und Eingaben der Kommissionen ungekürzt aufgenommen worden. Für Finanzverwalter Roland Kummli war deshalb der Auftrag für den Gemeinderat klar: Kritisches Überprüfen der Budgetzahlen. Ein Finanzierungsfehlbetrag, der nicht höher als bei 1 Mio. Franken liegt und eine Entlastung der Investitionsrechnung um rund 1,5 Mio. Franken. Weiter machte Kummli darauf aufmerksam, dass der Steuerertrag tendenziell eher abnehme. Vor allem der Steuerertrag bei den juristischen Personen sei regelrecht eingebrochen.

Viele kleinere Posten

In der Diskussion wurden viele kleine Posten zusammengestrichen. Jedes Ressort musste seinen Teil beitragen. Mit 8:1 Stimme wurde beschlossen, das Infoblatt «Der Subiger» nächstes Jahr auszusetzen. Damit werden 13 000 Franken eingespart. Zurückgestellt wird auch das neue Tor für den Werkhof (12 000 Franken), und der Betrag für Ausrüstung und Geräte für die Feuerwehr wurde halbiert (–13 900 Franken).

Erneut zurückgestellt wurden Sanierungswünsche in den Schulhäusern. Auch die Brandmeldeanlage in der Mehrzweckhalle wird noch nicht ersetzt. 40 000 Franken wurden für den Unterhalt des Lernschwimmbeckens gestrichen. Der Gemeinderat hat ausserdem mit 8:1 Stimme beschlossen, keinen Beitrag an die Kunsteisbahn in Zuchwil (3930 Franken) zu leisten. Die Beiträge für das Stadttheater und die Zentralbibliothek wurden im Gegenzug nicht angetastet. Mehreinnahmen von 27 000 Franken ergeben sich durch die Erhöhung des Feuerwehrpflichtersatzes.

In der Investitionsrechnung wurden die Sanierung des Fichten- und des Eibenweges zurückgestellt. Ebenso die Sanierung der Hohle. Das Kommunalfahrzeug für 180 000 Franken verbleibt aber im Budget. Das 20-jährige Gefährt wird täglich gebraucht und kann kaum mehr repariert werden.

Gemeindepräsident Hans Ruedi Ingold zeigte sich nach der Budgetsitzung zufrieden. Mit einem Ertrag von 15,123 Mio. Franken und einem Aufwand von 15,415 Mio. Franken resultiert nach der ersten Lesung ein Aufwandüberschuss von 291 735 Franken. Die Investitionen belaufen sich auf 1,328 Mio. Franken.