Deitingen
Das Budget weist noch ein Defizit aus

Der Gemeinderat Deitingen hat sich ein erstes Mal mit dem Budget für das kommende Jahr beschäftigt. Zurzeit zeigt es ein Defizit von 847 500 Franken. Es sei «sparen» angesagt, so der Tenor im Gemeinderat.

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«Unser erklärtes Ziel ist es, ohne Steuererhöhung durchzukommen», so der Deitinger Gemeindepräsident Bruno Eberhard.

«Unser erklärtes Ziel ist es, ohne Steuererhöhung durchzukommen», so der Deitinger Gemeindepräsident Bruno Eberhard.

Walter Schwager

Jede Detailposition soll auf Notwendigkeit, Dringlichkeit und Zweckmässigkeit überprüft werden. Die geplanten Investitionen sollen zu 100 Prozent finanzierbar sein, damit es keine Neuverschuldung gibt.

«Wir haben einen grossen Einbruch bei den Steuereinnahmen der juristischen Personen», so Gemeindepräsident Bruno Eberhard. Der Gemeinderat setze alles daran, den Aufwandüberschuss noch zu verkleinern. Ein Jahr lang könne ein Defizit noch verkraftet werden, da man Eigenkapital habe. «Unser erklärtes Ziel ist es, ohne Steuererhöhung durchzukommen.»

Der Gemeinderat hatte in seiner vorletzten Sitzung beschlossen, die Kitapunkt GmbH zu unterstützen. Die Idee sei es, die «einkommensabhängige Subjektunterstützung» einzuführen. Ein Reglement wurde in den Grundzügen bereits erarbeitet. Weil es aber noch weitere Abklärungen brauche, hat der Gemeinderat beschlossen, sich bis zum 1. Januar 2016 Zeit zu lassen. «Wir haben dafür eine pauschale Anstossfinanzierung von 5000 Franken gesprochen.»

Weiter hat die Einwohnergemeinde beschlossen, die Bürgergemeinde künftig von den Steuern zu befreien. In den letzten 15 Jahren hat die Bürgergemeinde alle Feldwege für insgesamt rund 1,5 Mio. Franken saniert. Nun hat die Bürgergemeinde beschlossen, der Einwohnergemeinde weiter finanziell unter die Arme zu greifen. In den nächsten fünf Jahren soll eine Unterstützung von jeweils 95 000 Franken ausbezahlt werden. «So gesehen ist die Steuerbefreiung nur richtig.»

Schliesslich hat der Gemeinderat erfreut zur Kenntnis genommen, dass die Deitinger und die Flumenthaler Vereine einen schönen Batzen Geld einnehmen konnten. Sie durften am Tag der offenen Türe in der Strafanstalt Schachen die Festwirtschaft führen. 25 000 Franken habe dies insgesamt eingebracht, so Bruno Eberhard. (rm)