Lommiswil
Das Areal der Lommiswiler Kiesgrube ist nun wieder grün

Der Kiesabbau in der Grube in Lommiswil ist nun definitiv eingestellt worden, die Endgestaltung bis auf kleinere Arbeiten abgeschlossen.

Silvana Grellmann
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Im Jahr 2010 wurde dem neuen Endgestaltungsplan für die Kiesgrube in Lommiswil zugestimmt. Neu deshalb, weil der ursprüngliche Gestaltungsplan aus dem Jahr 1986 veraltet war und überarbeitet werden musste. In der Version von 2010 wurden neu zwei Kiesgruben gekennzeichnet. Die eine ist im kantonalen Richtplan als langfristiger Abbaustandort vermerkt und dient damit dem Reservezweck, die andere sollte zu einem grossen Teil mit dem Aushub der Westumfahrung in Solothurn aufgefüllt und rekultiviert werden.

Gute Alternativen für Kleintiere

Dies ist nun bis auf kleinere Arbeiten abgeschlossen. So konnten unter anderem die Bodenschichten, welche aus einer 80 Zentimeter hohen Unterschicht und einer 30 Zentimeter hohen Oberschicht bestehen, aufgebaut werden. Zudem habe man ein Versickerungssystem eingebaut, erklärt Felix Hofer, Unternehmungsleiter der Vigier Beton Mittelland. Da einer Kiesgrube allgemein eine ökologisch wichtige Bedeutung zukommt, wurden als Ausgleichsmassnahme Hecken errichtet. Diese sollen nicht nur für kleine Tiere wie Mäuse, sondern auch für Insekten und Vögel eine gute Alternative bieten.

Luzerne als wichtige Nutzpflanze

«Jetzt findet eine Folgebewirtschaftung über fünf Jahre hinweg statt», erläutert Céline Pittet vom Amt für Umwelt. Bei dieser Folgebewirtschaftung müssen die Bauern einige Regeln einhalten, so dürfen keine schweren Maschinen über die Fläche fahren. Und die Luzerne, eine Stickstoff bindende Pflanze, welche die Leistungsfähigkeit landwirtschaftlicher Böden erst steigert, darf nicht ausgerissen werden. Erst nach diesen fünf Jahren könne die ehemalige Kiesgrube wieder vollumfänglich als landwirtschaftliche Fläche genutzt werden.

Im November dieses Jahres wird die Begehung stattfinden, wobei Fachpersonen die Arbeiten überprüfen werden. Für allfällige Mängel werde dann ein Termin festgelegt, bis zu welchem diese ausgebessert sein müssen, sagt Pittet. Noch unklar ist, wie es mit der Zufahrtstrasse «Grubenstrasse» weitergehen wird. «Darüber muss die Gemeinde entscheiden», weiss Hofer.