Das Altersheim «Schlössli Pieterlen» ist in die Jahre gekommen. Über 40 Jahre hat das Gebäude auf dem Buckel und erfüllt mittlerweile nicht mehr alle kantonalen Vorgaben. Ein Ersatz muss her. Deshalb habend die Verantwortlichen vergangenes Jahr das Bauvorhaben ausgeschrieben. Sieben Architekturbüros haben daraufhin Projekte ausgearbeitet und eingereicht. Nun steht das Siegerprojekt fest. Gestern wurde es vorgestellt: Es ist das Projekt «Falena» des Zürcher Architekturbüros «Skop-Architektur und Städtebau».

Dieses Projekt sieht einen Neubau direkt östlich des jetzigen Gebäudes, oberhalb der Gärtnerei, vor. Er soll etwas kleiner als das bisherige Gebäude daherkommen, erklärt Geschäftsführer Thomas Trösch. Im Erdgeschoss sind Publikumsräume mit Zugang zu einer grosszügigen Terrasse und Büros geplant. Im ersten Stock soll es zwei Wohngruppen geben, abgetrennt davon eine Demenzgruppe und ebenfalls separat eine weitere Wohngruppe, die flexibel genutzt werden könne. In den zweiten bis vierten Etagen sind weitere Wohngruppen mit zentralen Aufenthaltsbereichen und Lichthöfen eingeplant. Ausser einigen Kurzzeitparkplätzen sind keine Parkplätze eingeplant, stattdessen soll es eine Tiefgarage geben. Ist der Neubau erst einmal fertig, soll das alte Gebäude abgerissen werden und der frei werdende Platz in die Parkanlage integriert werden.

Gipsmodell des Bauvorhabens: Auf der freien Fläche links des Neubaus befindet sich das jetzige Gebäude. Direkt unterhalb des Neubaus steht die Gärtnerei.

Gipsmodell des Bauvorhabens: Auf der freien Fläche links des Neubaus befindet sich das jetzige Gebäude. Direkt unterhalb des Neubaus steht die Gärtnerei.

Betrieb läuft weiter

«Dieses Projekt bietet die einfachste und schnellste Lösung», freut sich Trösch. Im Gegensatz zu einer Renovation des bestehenden Gebäudes stelle ein Neubau nämlich sicher, dass der Betrieb während der Bauarbeiten jederzeit aufrechterhalten werden könne. Gleichzeitig könne man mit diesem Neubau die hohe Qualität, die man pflege, aufrechterhalten. «Damit sind wir in unserer so dynamischen Branche bestmöglich gerüstet », so Trösch.

In einem nächsten Schritt wird das Projekt nun nochmals auf Herz und Nieren geprüft. Zeitrahmen: rund 1,5 Jahre. Spätestens dann soll auch eine konkrete Kosteneinschätzung vorliegen. Jetzt sei es noch zu früh, um Zahlen zu nennen, meint Trösch. Doch klar sei: «Es wird eine riesige Herausforderung für uns alle.» Läuft alles am Schnürchen, soll das neue Altersheim Ende 2023 bezugsbereit sein.

Alle eingereichten Projekte werden ab Freitag für 10 Tage im Schlössli ausgestellt.