Region Solothurn
Dank dieser App geht die Kartonabfuhr nie mehr vergessen

Eine App für die Gemeinden in der Region Solothurn sorgt dafür, dass Handynutzer vieles im Griff haben. AEKland bietet nebst einem Abfallplan auch ein Gewerbe- und Vereinsverzeichnis sowie einen Veranstaltungskalender.

Urs Byland
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So präsentiert sich das AEK-Land auf dem Smartphone.

So präsentiert sich das AEK-Land auf dem Smartphone.

Urs Byland

Nicht rot-weiss dafür blau-weiss, was den Firmenfarben entspricht, kommt die App daher. Und aus der Region Solothurn ist das AEKland geworden. So heisst die App.

Übersetzt ist App eine Anwendung oder ein Programm, das helfen sollte, das Leben oder die Arbeit einfacher zu bewältigen. Nichts anderes macht diese Anwendung, die gratis aufs Smartphone oder den Tablet-Computer geladen werden kann. Gibt man den Namen der Gemeinde ein, kommt man zu spezifischen Informationen.

Etwa zum Entsorgungsplan. «Aus den Rückmeldungen haben wir erfahren, dass diese Funktion sehr geschätzt wird», berichtet Pia Daumüller, Leiterin Kommunikation AEK. Eine Funktion erlaubt es zudem, dass an gewünschten Terminen der Nutzer erinnert wird, dass beispielsweise die Kartonsammlung fällig ist.

Anthrazit AG bietet Plattform

Die Firma Anthrazit AG in Zürich und Winterthur ist der Anbieter der App. Mit der Verbundlösung CityMobile bietet die Firma eine gesamtschweizerische Plattform an, welche die öffentlichen Daten von Gemeinden durch Kooperationen mit verschiedenen Partnern schweizweit vernetzt und publiziert. Die Daten werden in Kooperation mit beispielsweise Cinergy AG, homegate AG, Meteonews AG, Mobility AG, Schweizerischer Bauernverband, Schweizer oder Verband Schweizer Museen etc. aktualisiert. «Wir sind offen für weitere Partner», sagt Geschäftsführer Christian Schwengeler. Rund 50 solche spezifischen Apps laufen derzeit, etwa für die Region Wil, oder Bodensee, aber auch für St. Gallen. Dort wurde die App in drei Jahren bis anhin 15 000 Mal heruntergeladen. (uby)

Einzig die Daten von den Entsorgungskalendern werden noch nicht vollständig automatisch erfasst. Alle anderen Informationen der Gemeinden fliessen aber direkt von den Internetseiten der Gemeinden in die App, beispielsweise die Gemeinderatsprotokolle. Helfen kann aber auch der Fahrplan der öffentlichen Verkehrsmittel, die Auflistung der Veranstaltungstermine oder Hinweise auf das gastronomische und touristische Angebot.

Idee eines Mitarbeiters

Die Idee für das Projekt kam nicht vom Marketing, wie man vermuten könnte. Laut Daumüller wurde 2012 in der Firma ein Innovationsteam gestartet, das auch mit externen Querdenkern zusammenarbeite. «Es war die Idee eines Mitarbeiters, die in einem Projekt weiterentwickelt wurde.» Natürlich nutze sie die App auch zur Kommunikation, berichtet Pia Daumüller, etwa für Neuigkeiten der Firma.

Aufgefallen ist, dass für die App in einem Newsletter der Gemeinde Flumenthal geworben wird. «Wir standen schon früh mit den Gemeinden in Kontakt und haben sie zu Informationsveranstaltungen eingeladen.»

Damit die App in den Gemeinden bekannt wird, werden etwa Informationstexte für die Dorfzeitungen zur Verfügung gestellt. «Wir setzen auf die Gemeinden, wollen aber als Versorger am Jurasüdfuss auch Verantwortung übernehmen.» Genaue Zahlen, wie oft die App bisher runtergeladen wurde, kann Pia Daumüller nicht nennen, weil bereits ein Update durchgeführt wurde. «Vor der Herbstmesse in Solothurn hatten wir bereits über 1000 Kunden.» Und aktuell sehe sie «recht viele» Zugriffe auf die einzelnen Themen.

Drei Pfeiler

Das Angebot der App steht auf drei Pfeilern. Einerseits sind Informationen zu den Gemeinden erhältlich, dann Informationen zu den Bereichen Leben und Erleben sowie Freizeitgestaltung. Drittens soll auch die AEK nicht zu kurz kommen.

Schnell findet man das Kundenportal und kann beispielsweise den eigenen Stromverbrauch am Durchschnitt messen. Diese Möglichkeit haben auch Kunden anderer Energieversorger. «Sie müssen einfach ihren Verbrauch eingeben und erhalten die Auskunft», so Daumüller.

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