Altreu
Dank dem schönen Wetter ist die Aare-Fähre jetzt schon startklar

Am Karfreitag wird die Saison der Aarefähre offiziell eröffnet. Die Fähre und die sieben Fährleute sind aber jetzt schon einsatzbereit. So befindet sich die Fähre dank dem schönen Wetter bereits im Einsatz.

Rahel Meier
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Markus Flury (Präsident Förderverein Aare-Fähre, links), Elisabeth Blunier, Regina Anderegg, Sam Künti, Urs Ammann und Erwin Minder (Fährleute).

Markus Flury (Präsident Förderverein Aare-Fähre, links), Elisabeth Blunier, Regina Anderegg, Sam Künti, Urs Ammann und Erwin Minder (Fährleute).

Rahel Meier

Offiziell startet die Aare-Fähre an Karfreitag in die Saison. Aber weil das Wetter in den letzten Wochen so gut und Ostern heuer spät ist, standen die Fährleute bereits im Einsatz.

«Wir haben spontan entschieden, dass wir fahren, wenn es gewünscht ist», erklärt Regina Anderegg, Fährfrau und Vizepräsidentin Förderverein Aare-Fähre. Wie jedes Jahr wurde die Fähre vor Saisonbeginn auf Hochglanz poliert.

Der Unterboden ist frisch angestrichen, der Propeller ersetzt und heuer hat die Fähre vorne eine neue Blache bekommen. Ansonsten ist das Boot gut im Schuss. «Es wird jedes Jahr von der Motorfahrzeugkontrolle gecheckt», erklärt Markus Flury (Präsident Förderverein Aare-Fähre).

Wenig Wasser

Die Aare führe sehr wenig Wasser, was untypisch sei für den Frühling, meinen die Fährleute. Tatsächlich ist am Ufer gut zu sehen, dass der Wasserstand wesentlich tiefer ist, als sonst üblich.

Für die Fähre spielt das keine Rolle, sie kann problemlos fahren. Einzig die Rampe, die für den Ein- und Ausstieg benützt wird, liegt anders, als sich das die Fährleute gewöhnt sind. «Aber der tiefe Wasserstand ist viel unproblematischer, als wenn es Hochwasser und viel Strömung gibt», erklärt Anderegg.

Sieben Fährleute teilen sich die Arbeit auf der Aare-Fähre. Sie mussten den Passagieren schon mehr als einmal erklären, dass die Aarefähre zwischen Altreu und Leuzigen nichts mit der Fähre zum Aareinseli zu tun hat. «Offensichtlich werden wir verwechselt und es gibt Leute, die meinen, wir dürfen nicht fahren, oder hätten ein neues Boot.»

Start ist wichtig

Anderegg hofft, dass das gute Frühlingswetter anhält. «Letztes Jahr war das Wetter schlecht. Den Umsatz, den wir dort verloren haben, konnten wir nicht mehr aufholen.» Tatsächlich läuft die Fähre im Frühling und Sommer besser als im Herbst.

«Das Jahr 2013 war, nur vom Verkauf der Fahrkarten her gerechnet das schlechteste, das wir je hatten.» Trotzdem war es ein gutes Jahr für die Aare-Fähre. Denn die Rund- und Spezialfahrten, die ebenfalls angeboten werden, sind beliebt und tragen zum guten Ergebnis bei.

Die Hilfsaktion für die MS Rosseau, das gestrandete Schiff der Bielersee-Schifffahrts-Gesellschaft, hat ebenfalls zum Umsatz beigetragen. Rund 100 Passagiere wurden mit der Aare-Fähre nach Altreu transportiert.

Letztes Jahr bildeten sich die Fährleute zudem weiter. Ein Erste-Hilfe-Kurs wurde durchgeführt. Diesen hat Fährfrau Elisabeth Blunier lebhaft in Erinnerung. Nur wenige Tage später gab es nämlich einen Badeunfall in der Aare. Der über 80-jährige Mann starb allerdings an einem Herzinfarkt und jede Hilfe kam zu spät.