Altreu
Daniel Kilchenmann: «Wir wollen zum Fisch-Mekka werden»

Von jenseits der Aare übernimmt das Nennigkofer «Rössli»-Wirtepaar Daniel und Priska Kilchenmann neu auch das Ausflugslokal «Zum grüene Aff». Wer hätte geglaubt, dass Josef Küng jemals den Ruhestand anstreben könnte.

Gundi Klemm
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Daniel und Priska Kilchenmann übernehmen «Grüene Aff».

Daniel und Priska Kilchenmann übernehmen «Grüene Aff».

Gundi Klemm

18 Jahre hatte Josef Küng als stadtbekannte Persönlichkeit in der Solothurner «Krone» gewirkt und seinen Berufsweg dann weitere 16 Jahre als Wirt im Ausflugslokal «Zum grünen Affen» fortgesetzt. «Ab jetzt bin ich mein eigener vollamtlicher Freizeitverwalter», schmunzelt der in Selzach wohnende Küng, der als geselliger Typ gern aufzählt, welche Hobbys – von Gleitschirmfliegen, Töfffahren bis Wandern und Skifahren – nun auf ihn warten.

Frischer Wind soll einkehren

Seinem Nachpächterpaar Daniel und Priska Kilchenmann brauche er keinerlei Ratschläge zu erteilen. Dessen beruflich-gastronomischer Hintergrund biete Gewähr, dass ihr «frischer Wind» auch dem zweiten Betrieb unter ihrer Leitung gut bekomme. Mit «neuer Sicht von aussen» würden sogar mögliche Schwachstellen eliminiert.

Als erfahrener Wirt und ehemaliger Präsident des kantonalsolothurnischen Hoteliervereins bezeichnete Küng die gemeinsame Führung von zwei Häusern sogar als optimale Partnerschaft. Denn so liesse sich gemäss Auslastung mit dem Personal «jonglieren», die Ausbildung der Lehrlinge perfektionieren sowie gewisse Angebote und Dienstleistungen koordinieren.

Dass das Pächterpaar Kilchenmann Arbeit nicht scheut, zeigt sein Einsatz fürs Nennigkofer «Rössli». Verlorene Gäste konnten inzwischen zurückgewonnen werden. Die beiden ernteten sogar Komplimente, dass ihre Führung an die Zeiten von Gastgeber Slansky erinnere. «Solche Worte beflügeln unsere Aufbauarbeit», sagt das Ehepaar, das sich auch am inzwischen wieder erfolgreichen Mittagsgeschäft in seinem Restaurant freut.

Nahtloser Übergang geplant

Für morgen, 7. November, ist in der Traditionswirtschaft in Altreu ein nahtloser Übergang geplant. Wenn wie vorgesehen die Gartenterrasse als beliebtes Herzstück des Ausflugslokals mediterran renoviert ist, soll im Frühling ein Eröffnungsfest stattfinden.

Bis dahin werde hier und da auch im Haus noch sanft saniert. Ganz wichtig aber sei, dass im «Grünen Affen» keine grundsätzliche Neuausrichtung stattfinde. «Wir wollen weiterhin Ziel der seit Jahrzehnten beliebten Schulreisen sein, die den Störchen vis-à-vis einen Besuch abstatten.» Willkommen seien natürlich alle Wanderer und die Radler, für welche die bestehende Velostation noch ausgebaut werden soll. Auf der neuen Speisekarte gibt es viel Auswahl. «Vor allem aber möchten wir hier an diesem idealen Standort zum «Fisch-Mekka» werden», bekräftigt Daniel Kilchenmann.