Gunzgen
Dance Festival Motion: Heisse Töne, Sonnenbrillen und hippe Szenestars

Das «Motion» von Freitag und Samstag stand im Zeichen der tropischen Hitze und grossen Stars der Electro-Szene. Diese heizten dem Publikum zusätzlich ein und liessen die Dance-Szene-Fans ein wahres Traumwochenende erleben.

Karin Appenzeller
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Das «Motion» von Freitag und Samstag stand im Zeichen der tropischen Hitze und grossen Stars der Electro-Szene
6 Bilder
Nicht nur die Stars auf der Bühne wissen sich in Szene zu setzen.
David Guetta sorgte für Stimmung.
Bei Snoop Dogg heizten zusätzlich zwei Girls ein.
Let’s dance and drink!
«Verdunstet» innert Kürze: Trinkbare Flüssigkeit aller Art hilft gegen Hitze.

Das «Motion» von Freitag und Samstag stand im Zeichen der tropischen Hitze und grossen Stars der Electro-Szene

Bruno Kissling

Schattenplätze sind sehr beliebt am diesjährigen Motion-Openair auf der Gungzer Allmend. Petrus meint es beinahe zu gut mit dem schönen Wetter, und die Besucher brutzeln wie Bratwürste auf dem Grill. Doch bei diesen hohen Temperaturen ist für alles gesorgt: «Zum Glück gibt es ein breites Angebot an Getränken – und Essensständen», meint Fränzi Elsenberger, 24, aus Trimbach, dankbar. Indisches Curry, Crèpes oder Kartoffelchips sind nur ein kleiner Teil der kulinarischen Gaumenfreuden, mit denen gelockt wird. Mit einem Wasserstrahl wird fortlaufend die Menge vor der Bühne erfrischt.

Vielfalt der Dance-Musik-Szene

Bei dem vielversprechenden Line-up nimmt man die Hitze gerne in Kauf. Die Vielfalt der Musikstile der Dance-Musik widerspiegelt sich in der Aufmachung der Besucher. Neben neonfarbener Kleidung und Hello-Kitty-Tätowierungen trifft man auch auf eher dunkle Gestalten. Lyloo Carry, 24, hat aus einem bestimmten Grund die Reise aus Lausanne auf sich genommen: «Ich bin wegen des Hardcore-Zelts hier.» Mit ihren pinkfarbenen Haaren, zahlreichen Piercings und zierlichen Tattoos fällt sie dort kaum auf.

Riesiger Pilz auf der Bühne

Während manche auf die dumpfen Bässe im Dubstep-Zelt stehen, vergnügen sich andere im abgedunkelten Techno-Zelt. Veranstalter Arnold Meyer lässt mit insgesamt sechs Dancefloors und der Hauptbühne das Motion-Openair nach neun Jahren ein Comeback feiern. Neben dem niederländischen DJ Tiësto gehören Infected Mushroom unter anderem zu den Headlinern vom Freitag. Mit ihrer psychedelischen Bühnenshow heizt die Band der Menge ordentlich ein.

Die Bühne ist, wie es der Bandname vermuten lässt, mit einem riesigen Pilz geschmückt. Sie gehören zu den grossen Namen der Goa-Szene. Als anschliessend der Name des amerikanischen Rappers Flo Rida auf den beiden Leinwänden neben der Bühne erscheint, füllt sich das Gelände vor der Bühne. Die Ersten zücken bereits ihre Kamerahandys hervor. Mit dem Charts-Hit «Club Can’t Even Handle Me» eröffnet Rida seinen Auftritt. In seiner Hand hält er ein goldenes Mikrofon, auf dem mit protzigen Lettern Rida geschrieben steht. Aus dem Publikum holt er sich weibliche Unterstützung, die aufgeregt und hingerissen neben dem Künstler ihre Hüften schwingen.

«Drop It Like Its Hot»

Es herrschte alles andere als hitzige Stimmung an der diesjährigen Motion; das Klima war freundlich. Am Samstagabend und somit als krönender Abschluss des «Motion»-Openairs traten die Musikgrössen Snoop Dogg und David Guetta in Gunzgen auf. Mit Rasta-Strickmütze und riesen Plastik-Joint blieb die Hip-Hop-Legende Snoop Dogg ihrem Ruf als Kiffer treu. Eine Live-Band und zwei Tänzerinnen unterstützten Snoop Dogg bei seinem Auftritt.

Die Setlist war eine ideale Mischung aus alten Hits aus den Neunzigerjahren und neueren Tracks anderer Künstler, an denen er beteiligt war. «Drop It Like Its Hot» oder «The Next Episode» sorgten für Stimmung bis in die hintersten Reihen.

David Guetta mit Mixes

Nach dem Auftritt von Snoop Dogg wurde für den Superstar David Guetta zuerst eine Verspätung von einer Stunde angekündigt. Aus dieser Stunde wurden dann lediglich zehn Minuten und der House-DJ stand an seinem gigantischen DJ-Pult. Ein visuelles Spektakel folgte. Hinter David Guetta wurden auf einer gewaltigen Leinwand geometrische Figuren in allen Farben projeziert.

David Guetta benutzte so ziemlich jedes Mittel, um die Menge zum Kochen zu bringen: Rauch, Glitzer und ein Meer aus Laserstrahlen. Seinen Auftritt eröffnete er mit «Titanium», die Hit-Single seines aktuellsten Albums. Neben vielen Hits folgten Remixes bekannter Songs wie zum Beispiel «Fix You» von Coldplay oder «Apologize» von OneRepublic, die das Publikum zum Klatschen und Mitsingen verleiteten. Die Besucher waren bis zum Schluss in bester Feierlaune.