Subingen
Damit es im Quartier noch sicherer wird

Dem wilden Parkieren und zu schnellen Fahren einen Riegel schieben. Das war Zweckbestimmung des neuen Verkehrsregimes in Subingen. Tempo 30 gilt bereits seit Ende Juni. Die «Blaue Zone» wird per 1.November eingeführt.

Rahel Meier
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Der Dahlienweg als Vorzeigestrasse, mit Tempo 30 und versetzten Parkfeldern.

Der Dahlienweg als Vorzeigestrasse, mit Tempo 30 und versetzten Parkfeldern.

Rahel Meier

Schon seit Ende Juni ist in Subingen «Blaue Zone» und Tempo 30 markiert. Aber erst ab 1. November tritt die «Blaue Zone» und damit die neue Parkordnung in Kraft. Es gab Probleme mit dem Ticketautomaten bei der Gemeindeverwaltung, wie Gemeindepräsident Hans Ruedi Ingold erklärt. «Auch jetzt steht erst ein Provisorium. Der Automat soll später auch Kredit- und EC-Karten lesen können. Zurzeit kann nur mit Bargeld bezahlt werden.»

Schon vor rund einem Jahr wurde von der Gemeindeversammlung ein neues Parkraumkonzept genehmigt. Dieses wurde nun umgesetzt. Damit gibt es in Subingen theoretisch keine Gratisparkplätze mehr, es gilt überall «Blaue Zone». Parkiert werden kann künftig nur noch auf den markierten Parkfeldern oder in speziell gekennzeichneten Parkzonen. In der «Blauen Zone» kann grundsätzlich mit einer Parkscheibe parkiert werden. Diese muss von Montag bis Samstag, von 8 bis 18 Uhr ins Auto gelegt werden. Mit einer Parkkarte der Gemeinde kann länger parkiert werden. Stunden-, Tages- und Wochenkarten sind für jedermann erhältlich. Diese können am Automaten beim Parkplatz bei der Gemeindeverwaltung bezogen werden.

Gegen das Wildparkieren

Die Bevölkerung und bestimmte Nutzergruppen, beispielsweise Mitarbeitende von im Ort ansässigen Gewerbebetrieben, können auch Monats- oder Jahresparkkarten beantragen. Diese, wie auch das Paket mit zehn Tagesparkkarten, gibt es auf der Gemeindeverwaltung zu kaufen.

«Die Preise für die Parkkarten wurden bewusst moderat angesetzt», so Hans Ruedi Ingold. Das Parkraumkonzept wurde nicht in erster Linie in Kraft gesetzt, um Einnahmen zu generieren, sondern um das Wildparkieren auf den öffentlichen Strassen zu unterbinden. Eine Tageskarte kostet fünf Franken, eine Monatskarte 30 Franken und eine Jahresparkkarte 240 Franken. «Wer eine Karte hat, hat aber nicht automatisch Anrecht auf einen Parkplatz.»

Tempo 30 gilt bereits seit Anfang Sommer. Damit wird einem Bedürfnis der Bevölkerung entsprochen. «Wir hatten vermehrt Meldungen von Einwohnern, dass zu schnell gefahren wird», erklärt Ingold. Mit der Einführung von Tempo 30 soll die Sicherheit für den Fuss und den Veloverkehr erhöht werden. «Auch die Schulwege sind jetzt sicherer.» Mit der Reduktion der Geschwindigkeit könne zudem quartierfremder Verkehr auf die Hauptachsen verlagert werden. Zusammen mit der «Blauen Zone» werde die Parkierungsordnung in einigen Quartieren entschieden verbessert, so Ingold weiter.

Luzernstrasse, Inkwilerstrasse, Kriegstettenstrasse, Bahnhofstrasse, Horriwilstrasse und Deitingenstrasse sind Kantonsstrassen und von der Tempo-30-Regelung ausgenommen. Auch auf der Derendingenstrasse und der Gewerbestrasse gilt weiterhin Tempo 50.

Ohne bauliche Massnahmen

In den Quartieren wird sowohl der Beginn der Tempo-30-Zone als auch der Beginn der «Blauen Zone» mit einer torähnlichen Eingangssituation deutlich angezeigt. Zudem weisen Bodenmarkierungen immer wieder auf Tempo 30 hin. Ansonsten wurden aber keine zusätzlichen baulichen Massnahmen ausgeführt. Einzig der Erlenweg ist neu ab Kreuzung Eichenweg bis zum Ulmenweg für Motorfahrzeuge nur noch in einer Richtung befahrbar.

«Stehen Sanierungen bei Strassen an, werden wir aber künftig vermehrt auf das neue Konzept Rücksicht nehmen», macht Ingold deutlich. Das heisse beispielsweise das Versetzen von Parkfeldern. So sei der Dahlienweg, der dieses Jahr fertiggestellt wurde, dem neuen Konzept für Verkehrs- und Sicherheitsmassnahmen entsprechend, ausgebaut worden. Ähnlich soll auch die Derendingenstrasse – obwohl ohne Tempo 30 – gestaltet werden, deren Sanierung in Planung ist.

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