Cannabis
Da wächst kein Gras drüber: Gäuer Hanf-Produzenten vor Gericht

Drei Männer stehen derzeit in Olten vor Gericht, weil sie während mehr als vier Jahren mit Cannabishandel ein Vermögen gemacht haben sollen. Die Verhandlung dauert voraussichtlich bis Donnerstag.

Patrick Furrer
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Vor zwei Jahren gingen der Polizei gleich mehrere grosse Fische ins Netz: Bei einer Razzia in einer Lagerhalle im Oberbuchsiter Industriegebiet wurden 1500 Cannabispflanzen und 3,5 Kilogramm Marihuana sichergestellt. Drei Männer, die durch die illegale Indooranlage zu Geld gekommen sind, stehen nun in Olten vor Gericht. Die zwei Hauptverantwortlichen sollen im Kanton Solothurn ein regelrechtes Hanf-Imperium betrieben, verschiedene Lädeli geführt und beliefert haben.

Angst vor einem harten Urteil

Gegenüber dem Regionalfernsehsender TeleM1 sagte einer der Angeklagten am Dienstag, man wolle die Verantwortung für seine Taten übernehmen, hoffe aber sehr, dass das Gericht an ihm und den anderen kein Exempel statuieren wird. 2,3 Millionen Franken Umsatz soll Thomas V. in den letzten Jahren mit dem Drogengeschäft gemacht haben.

Ebenfalls angeklagt sind der Inhaber dieser Ladenlokale sowie der pensionierte Vermieter der Lagerhalle in Oberbuchsiten, wo V. die Indoor-Hanfanlage betrieb. Der Lagerhallenvermieter Aldo S. soll kiloweise Cannabis verkauft haben, bestreitet aber, dass er mit der Anlage im Innern seiner Halle etwas zu tun gehabt habe.

Urteil bis Ende dieser Woche

Wer für die illegalen Cannabisgeschäfte büssen muss und in welchem Umfang, wird das Gericht noch diese Woche entscheiden. Die Verhandlung in Olten dauert voraussichtlich bis Donnerstag. Aldo S. jedenfalls sieht sich in dieser Sache als Opfer, meldet der Regionalfernsehsender. Er und sein Kumpane Thomas V. sollen in Olten und Biel Hanflädeli betrieben haben.

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