Die Altersguillotine schlägt auch beim Amtsgericht Dorneck-Thierstein gnadenlos zu. Ein Bisheriger, Eugen Hänggi aus Nunningen, hat das Pensionsalter erreicht und muss deshalb für den Rest der Amtsperiode 2013 bis 2017 ersetzt werden.

Für seine Nachfolge kommt es zum Duell zweier Kandidaten aus verschiedenen Teilen des Schwarzbubenlandes. Die Wahl erfolgt nach dem Majorzverfahren.

Da der abtretende Amtsrichter CVP-Mitglied ist, nominierte die CVP Dorneck-Thierstein den 50-jährigen Hannes Häner als Nachfolger. Der Nunninger arbeitet als Vorsitzender der Bankleitung in der Raiffeisenbank Laufental-Thierstein in Laufen. «Während meines Studiums genoss ich während vier Semestern auch das Studium der Rechte», schreibt er in den Wahlunterlagen, die an die Haushalte in der Amtei Dorneck-Thierstein verschickt wurden. Er möchte dazu beitragen, mit Augenmass nicht nur die Wahrung des Rechts zu gewährleisten, sondern Gerechtigkeit walten zu lassen.

Der parteilose Bättwiler Daniel Gschwind sieht Hänggis Pensionierung wiederum als Chance, ans Amtsgericht in Dornach zurückzukehren. Vor zwei Jahren habe der Kanton die Anzahl der Richterinnen und Richter reduziert, heisst es in seinen Wahlunterlagen. «Als Amtsjüngster habe ich mich damals bereit erklärt, zu pausieren, bis es zu einer Neubesetzung kommen wird», schreibt der 51-Jährige.

Als ehemaliger Ersatzrichter und Bezirksweibel kenne er sich bestens mit den Aufgaben und Pflichten als Amtsrichter aus. Zudem sei er seit über 20 Jahren beim Strafgericht in Basel als Gerichtsweibel tätig.

Im Dorneck-Thierstein gibt es vier nebenberufliche Amtsrichter, die je hälftig aus den Bezirken Dorneck und Thierstein stammen. (HOF)