Nachdem die Kächschür im vergangenen Jahr mit der Beachparty ganz im Zeichen der Sonne, des Strands und des Meers stand, ist das diesjährige Thema eine Reise durch die Vielfalt der Schweizer Musik.

Nicht nur die Programmbroschüre kam viererlei daher, auch die rund 40 Sängerinnen und Sänger des Chors zeigten sich der jeweiligen Stimmlage entsprechend in den vier Farben Gelb, Blau, Rot und Grün - stellvertretend für die vier Landessprachen, womit man in diesem Jahr in den Genuss einer besonderen Form von Patriotismus kommt, ohne dafür den Röstigraben überqueren zu müssen.

Die Band, die sich in schwarzem Gewand zeigte, komplettierte die Besetzung, die sich unter der Leitung von Peter Orlando einmal mehr als wohlklingendes Zusammenspiel erwies.

Amüsanter Rahmen

Zwischen den Songs gelang es einem der Sänger, Frank Müller, der einen Emmentaler Bergbauer verkörperte, das Publikum mit witzigen Anekdoten aus dem Leben eines Emmentalers und pointierten Bauernregeln zu begeistern.

Die Ansagen korrespondierten mit den jeweils folgenden Liedern. So nahm er beispielsweise mit dem Zitat «Tönt ein Lied so richtig smart, ist es von der Wurst mit Bart» auf humorvolle Art und Weise Bezug auf den Gewinner des Eurovision Song Contests.

Wie es bei einem multilingualen Konzert üblich ist, wurden die Ansagen in den verschiedenen Landessprachen vorgetragen, dabei durfte auch Englisch als 5. Landessprache nicht fehlen.

Realitätsbezug zu den Liedern

Nicht nur die Musik zog das Publikum in ihren Bann, auch die Übertragung der Hits auf die Realität wurde umgesetzt, so beispielsweise bei Pepe Lienhards Hit «Swiss Lady», wo der frohe Klang des Alphorns die Kächschür füllte.

Weiter fand man sich vor der Pause auf einmal in luftiger Höhe vor: zwei Flight Attendants offerierten im Rahmen des Lieds «Campari Soda» das Getränk, das dem Lied seinen Namen gab. Nebst weiteren Zugaben bildete Polo Hofers «Alperose» den krönenden Abschluss, wobei Dirigent Peter Orlando passend und symbolisch Alpenrosen überreicht wurden.

Weiterer Auftritt: Mittwoch, 28. Mai, 20 Uhr, Kächschür.