Das Angebot des öffentlichen Verkehrs wird im Bucheggberg verbessert. Auslöser für die punktuelle Verbesserung ist der Schulverband Bucheggberg. Nachdem im Sommer 2010 die Schulstandorte im Bucheggberg konzentriert wurden, werden die Schülerinnen und Schüler mit dem öffentlichen Verkehr nach Lüterkofen, Messen und Schnottwil transportiert. Ein Umstand, der nicht immer nur für eitel Freude sorgte. Die Sicherheit der Kinder wurde kritisiert. Es gab Probleme beim Warten auf den Bus und teilweise kamen die Kinder zu spät in die Schule.

Nun macht der Schulverband vom Angebot des Kantons Gebrauch, die Blockzeiten auf das Schuljahr 2014/15 zu erweitern. «Die älteren Schüler können neu am Morgen eine halbe Stunde länger unterrichtet werden», erklärt
Verena Meyer, Präsidentin des Schulverbandes Bucheggberg. Nicht nur die Stundenplanung wird vereinfacht. Gleichzeitig profitieren die Schulkinder von einer Entflechtung der älteren und jüngeren Kinder am frühen Morgen. Es hat mehr Platz in den überfüllten Bussen. «Mehr Kinder werden einen Sitzplatz haben. Damit wird das Sicherheitsbedürfnis der Eltern besser abgedeckt», sagt Meyer.

Wegen der neuen Unterrichtszeiten mussten die Fahrpläne des öffentlichen Verkehrs angepasst werden. Denn: «Es ist die Strategie des Kantons, dass die ländlichen Buslinien neben dem öffentlichen Verkehr auch die Schülertransporte gewährleisten», sagt Alexandre Keller, Sachbearbeiter öffentlicher Verkehr beim kantonalen Amt für Verkehr und Tiefbau. Mit der Übernahme der Schülertransporte verbessere sich die Wirtschaftlichkeit dieser sonst gefährdeten Linien.

Weniger Fahrzeuge

Die vom Regierungsrat eingesetzte Arbeitsgruppe kommt zum Schluss, dass mit moderaten Mehrkosten ein neues Angebotskonzept möglich ist. Alle drei Bucheggberger Linien würden von einem leicht gesteigerten Kursangebot profitieren. Die relevanten Anfangs- und Schlusszeiten der Primar- und der Sekundarschule könnten eingehalten werden. Gegenüber dem aktuellen Angebot (maximal stehen 7 Fahrzeuge im Einsatz) könnte künftig gar auf ein Fahrzeug verzichtet werden, was die Fixkosten senkt.

Zusätzlich wurde in der Erarbeitung des Konzeptes grosser Wert auf gute Anschlüsse für die Berufspendler in Lohn-Lüterkofen und in Bätterkinden gelegt. Damit könnten neben den Schulkindern auch die anderen öVBenützer profitieren. So würden etwa die Angebotsabweichungen zwischen Schulperioden und Ferienzeit verringert werden.

Neben vielen Vorteilen sind punktuell auch Nachteile zum bisherigen Fahrplan auszumachen. So funktioniert beispielsweise ab Schulbeginn 2014 der Anschluss von Bern an den Nachmittagskurs um 15.58 Uhr nicht mehr. Und auf der Linie 885 verlängern sich die Übergangszeiten zwischen Busankunft und Zugabfahrt bei den Morgenkursen in Lohn-Lüterkofen.

Verbesserung wird wahrgenommen

Zum Angebotskonzept der Arbeitsgruppe fand in diesem Frühjahr eine Vernehmlassung im Bucheggberg statt. Mehrheitlich wird die Verbesserung des Angebotes innerhalb des Bucheggbergs wahrgenommen und anerkannt. Kritik wird vonseiten der Einwohnergemeinde Lüterswil-Gächliwil laut, weil die Busse bei der Heimfahrt weiterhin voll besetzt bleiben und die Mittagspause wegen der neuen Blockzeiten später ist.

Bemängelt wird verschiedentlich auch, dass sich die Präsenzzeit der Kinder an den Schulen verlängert. Diese Kritik hat aber nichts mit dem Angebotskonzept zu tun und wurde deshalb an den Schulverband weitergeleitet. Auch die Mehrkosten werden mit Ausnahme von Lüterswil-Gächliwil akzeptiert, wobei zwei Gemeinden der Ansicht sind, dass die Mehrkosten auf das Schulbudget abgewälzt werden sollen.

Nicht geklärt ist, wann der neue Fahrplan gilt. Möglich ist, dass ein Teil mit Fahrplan 2014 eingeführt und der neue Fahrplan mit Beginn des Schuljahres 14/15 voll umgesetzt wird.