Hellchöpfli
Bürgerrat soll nächste Woche über Zufahrtsrechte aufs Hellchöpfli bestimmen

Die Bürgergemeinde Laupersdorf besitzt die einzige Zugangsstrasse und hat es in der Hand, ob das geplante Asylzentrum auf dem Hellchöpfli realisiert wird. Die Bürgerratssitzung von nächster Woche soll nun über die Zufahrtsrechte entscheiden.

Lucien Fluri
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Der Eingang zur ehemaligen Bloodhound-Flab-Stellung auf dem Hellchöpfli bei Rumisberg
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Asylzentrum auf dem Hellchöpfli bei Laupersdorf
Die Anlage ist nur über Laupersdorf im Kanton Solothurn erschlossen
Dort oben auf dem Jurakamm, zwischen Schengimatt und Rüttelhorn: Das Hellchöpfli im Schneetreiben
Die Armeeanlage befindet sich abgelegen auf dem Hellchöpfli in 1200 Meter Höhe.

Der Eingang zur ehemaligen Bloodhound-Flab-Stellung auf dem Hellchöpfli bei Rumisberg

André Albrecht

Am 19. März findet nun eine ausserordentliche Bürgerratssitzung statt, teilt die Gemeinde am Montag mit. Der Rat wird entscheiden, ob er selbst oder ob eine ausserordentliche Bürgergemeindeversammlung über die Zufahrtsrechte bestimmen wird. Klar ist damit: Ein Betriebsbeginn am 1. April, wie ihn das Amt für soziale Sicherheit plant, wird knapp.

Die Frage ist laut einer Medienmitteilung der Bürgergemeinde umstritten: Einige Räte möchten den Entscheid durch die Bürger selbst treffen lassen, um sich vom Druck zu entlasten. Andere können sich vorstellen, dass eine fundierte Meinungsbildung im Rat eher möglich ist.

Die Öffentlichkeit wird von der Sitzung wohl ausgeschlossen. Auch wenn sich der Rat gegen eine ausserordentliche Bürgergemeindeversammlung entscheidet, wird es komenden Montag wohl keine definitve Entscheid geben. «Mit grösster Wahrscheinlichkeit wird dann eine weitere Bürgerratssitzung einberufen», sagt Bürgergemeindepräsident Edgar Kupper.

Sieben Tage Einberufungsfrist

Klar ist: Knapp wird es für das Amt für soziale Sicherheit, wenn sich der Rat für eine Bürgergemeindeversammlung entscheidet. Die Einberufungsfrist beträgt sieben Tage. Erst Ende Monat würde diese stattfinden. Der Betriebsbeginn Anfang April wäre damit unwahrscheinlich.

Zudem wird an der Sitzung der dritte Entwurf der Strassenvereinbearumg beraten. Dort überwiegt die Meinung, dass praktisch alle Forderungen des Bürgerrates aufgenommen wurden und auch im Betriebs-, Transport- und Sicherheitskonzept die Rahmenforderungen erfüllt sind.

Die ausgehandelte Entlastung bei der Asylaufnahmepflicht der Gemeinden im Thal komme bei den meisten Ratsmitgliedern gut an und führe zum Argument: «Lieber Asylanten auf dem Hellchöpfli als im Dorfe.» Einige Mitglieder meinen, dass die Gemeinden im Thal bereits heute der Aufnahmepflicht im Bereiche Asyl genügend nachkommen und die Pflichten erfüllt seien. Auch befürchten einige, der Betrieb könne entgegen der Planung zu Problemen führen.