Vor und hinter der Werkbank

Bundesrätin Sommaruga besucht zum Tag der Arbeit die Bellacher Fraisa SA

SP-Bundesrätin Simonetta Sommaruga hat den Tag der Arbeit wie schon letztes Jahr nicht vor Redepulten und hinter Mikrofonen, sondern unter Arbeiterinnen und Arbeitern verbracht. Am Donnerstagmorgen besuchte sie die Werkzeugfabrik Fraisa in Bellach.

Die Bundesrätin liess sich von Abteilungsleitern und Mitarbeitenden bei einem Rundgang die komplexen Maschinen und Arbeitsabläufe erklären. Danach setzte sie sich mit rund einem Dutzend Mitarbeitenden zu einem Gespräch an einen Tisch und hörte sich dabei die diversen Lebensgeschichten dieser Leute an.

Es sei ihr aufgefallen, dass viele der Mitarbeitenden seit Jahren oder Jahrzehnten bei dieser Firma beschäftigt seien, sagte Sommaruga nach dem Rundgang und den Gesprächen. Bei der Fraisa handle es sich um einen Betrieb, in dem die Aus- und Weiterbildung hochgestellt werden.

Fraisa übernehme dabei eine grosse gesellschaftliche Verantwortung. Die Aus- und Weiterbildung schafften sowohl für die Firma wie für die Mitarbeitenden Sicherheit, sagte Sommaruga weiter. Das Berufswissen sei auch dann von Nutzen, wenn jemand eine andere Stelle suchen müsse.

Zum zweiten Mal auf Betriebsbesuch

Bundesrätin Sommaruga will jedes Jahr neu entscheiden, wie sie den Tag der Arbeit begeht. In ihren beiden ersten Amtsjahren als Bundesrätin war sie noch als Rednerin aufgetreten. Letztes Jahr hatte sie sich erstmals unter die Arbeitenden gemischt und das Emmentaler Werkzeugunternehmen BP Swiss Tools in Wasen BE besucht.

Normalerweise spreche man, wenn es um Wirtschaft gehe, nur von Zahlen, sagte Sommaruga. Der einzelne Mensch bleibe dabei oft vergessen. Deshalb ziehe es sie am Tag der Arbeit zu denjenigen, die arbeiten, dorthin wo man die Arbeit noch hören und riechen könne.

Die Firma Fraisa SA produziert mit 215 Mitarbeitenden Werkzeuge, mit denen wiederum Teile für die Auto- und Uhrenindustrie, die Medizinalbranche oder andere Bereiche hergestellt werden. Viele der Fraisa-Mitarbeitenden haben einen Migrationshintergrund.

So war der Tag der Arbeit in der Region

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