Geschenk zum Jubiläum

Bürgergemeinde Hüniken schenkt Einwohnergemeinde ein «Mehrfamilienhaus»

Im Weieracker, am renaturierten Dünnbach, wurde am Mittwoch ein Mehrfamilienhaus aufgestellt. So nennt es der Hüniker Walter Gloor scherzhaft. Tatsächlich ist es ein Schwalbenturm mit 54 Nestern.

Den ganzen Morgen investierten Andy Junker, der schon mehrere Schwalbentürme gebaut hat, und sein Lehrling Severin Waser, in den Aufbau. Die Teile wurden in Junkers Schreinerei vorgefertigt und vor Ort zusammengesetzt.

Das dauerte am Mittwochmorgen etwas länger als geplant, weil eines der Teile nicht ganz exakt ausgemessen war. Mit viel Erfahrung passte Junker die Einzelteile mit Hilfe der Motorsäge ein.

Schwalbenturm Hüniken

So wurde das «Mehrfamilienhaus» aufgestellt.

Im Video zu sehen sind Hüniker Walter Gloor (im weissen T-Shirt), Schwalbenturm-Bauer Andy Junker und sein Lehrling Severin Waser sowie Christoph Jäggi, der mit seinem Hoflader mithalf.

Mit Hilfe von Christoph Jäggi und seinem Hoflader konnte der Turm dann aus der horizontalen in die vertikale Lage gebracht werden.

Der Schwalbenturm ist ein Geschenk der Bürgergemeinde Hüniken an die Einwohnergemeinde. Diese feiert heuer ihr 750-Jahr-Jubiläum. Heute Abend kann die Bevölkerung den Turm bei einem Apéro einweihen.

45 Miteigentümer

Angeregt wurde der Bau des Schwalbenturms von Walter Gloor. Ursprünglich sollte der Turm auf seinem Grundstück aufgestellt werden. Denn der renaturierte Dünnbach fliesst auch dort.

Weil der Turm ein Geschenk der Bürger- an die Einwohnergemeinde ist, wurde aber beschlossen, den Schwalbenturm auf öffentlichem Grund zu platzieren. Mit diesem Geschenk könne man der Natur etwas Gutes tun, meint Gloor. 45 Personen haben übrigens Miteigentumsrechte. Sie haben nämlich einen Betrag von 50 oder 100 Franken gesprochen und so symbolisch ein Schwalbennest erworben.

Zusätzlich wird heute Abend eine Linde, die ebenfalls am Dünnbach gepflanzt wurde, eingeschwemmt. Auch dies ist ein Geschenk der Bürgergemeinde. Früher standen oft Linden auf dem Dorfplatz, darunter Ruhebänke, wo man sich traf und tratschte. Diesen Gedanken verfolge man auch mit der neu gepflanzten Linde, so Gloor.

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