Lüterkofen-Ichertswil
Budget wurde auf Sparflamme gekocht

Nach der ersten Lesung zeigt sich in Lüterkofen-Ichertswil ein Einnahmenüberschuss von 45 000 Franken. Der Gemeinderat hat ausserdem entschieden, das Dorfbuch zum Jubiläum von Pascal Henger erstellen zu lassen.

Rahel Meier
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Finanziell gesehen, kommen wieder etwas ruhigere Zeiten auf Lüterkofen zu.

Finanziell gesehen, kommen wieder etwas ruhigere Zeiten auf Lüterkofen zu.

Hanspeter Bärtschi

Vor der ersten Lesung des Budgets wies dieses einen Ertragsüberschuss von 3000 Franken aus. «Das ist ein knappes Ergebnis. Wir müssen das Budget kritisch ansehen», so Ressortleiter Urs Affolter in der Gemeinderatssitzung am Montagabend. Tatsächlich wurden noch diverse kleinere Positionen verändert, sodass am Schluss immerhin ein Plus von fast genau 45 000 Franken resultierte. Der einzige Betrag, der um über 10 000 Franken korrigiert wurde, ist der Beitrag an die Spitex. Deren Kosten sind massiv gestiegen. «Diesen Betrag kann ich so nicht akzeptieren», meinte Gemeindepräsident Roger Siegenthaler. «Wir leben auf Sparflamme und haben deshalb auch keine Budgetposten erhöht», so Siegenthaler weiter.

Erschliessungs- und gestaltungsplan Bläumatt/Ribiacker: Schon nächstes Jahr soll entlang des Biberenbaches gebaut werden

Der Gemeinderat hat die Auflage des Erschliessungs- und Gestaltungsplanes mit Sonderbauvorschriften Bläumatt/Ribiacker beschlossen. Zuerst läuft eine öffentliche Mitwirkung.

Der Gestaltungsplan betrifft drei Grundstücke entlang des Biberenbaches und erstreckt sich zu einem kleinen Teil auch auf Lohn-Ammannsegg.

Auftraggeber für die Planung ist die Bürgergemeinde Lüterkofen. Der grösste Teil des Gebietes im Gestaltungsplanperimeter ist der 2-geschossigen Wohnzone (W2) zugeteilt. Das heisst, dass Ein- und Doppelfamilienhäuser in ortsüblicher Gestaltung erstellt werden dürfen. Explizit nicht erlaubt sind Blockhäuser. Ebenfalls im Gestaltungsplan festgehalten ist, dass die Gebäude an den Wärmeverbund der Bürgergemeinde angeschlossen werden sollen. Neben Wohnbauten sind nicht störende Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe zulässig. Der Uferbereich des Biberenbaches ist 15 Meter breit und liegt in der Landwirtschaftszone. In diesem Bereich darf nicht gebaut werden. Auch Terrainveränderungen sind nicht erlaubt.

Die Arealerschliessung erfolgt laut Gestaltungsplan ab der Bahnhofstrasse via Oeliweg und Ribiackerweg. Änderungen ergeben sich bei den heutigen Flurwegen, die teilweise zu Rad- und Fusswegen werden. Mit dem Gestaltungsplan wird auch die Wasser-, Abwasser- und Elektraerschliessung geregelt.

Die Eigentümer der Grundstücke haben Bauverpflichtungen unterschrieben. Darin verpflichten sie sich, innerhalb von fünf Jahren zu bauen. Läuft alles nach Plan, könnten rund 20 neue Häuser entstehen. (rm)

Das Budget für 2015 rechnet weiterhin mit einem Steuerfuss von 115 Punkten. Trotzdem – und trotz mehr Einwohnern – wird der Steuerertrag mit 2,2 Mio. Franken tiefer eingesetzt als im letzten Jahr. Bei den Investitionen schlagen vor allem die Sanierung und Entflechtung des Elektranetzes in der Äbnitstrasse mit rund 140 000 Franken zu Buche.

Dorfbuch ist in Arbeit

Mit 4:1 Stimme hat sich der Gemeinderat entschieden, dem Antrag der Kulturkommission (Kuko) zu folgen und das Dorfbuch zum Jubiläum im nächsten Jahr durch Pascal Hegner und sein Team erstellen zu lassen. «Mit den ersten Arbeiten wurde bereits begonnen», so Kuko-Präsidentin Doris Heinimann.

Sie und Jeffrey Melliger erklärten, dass im Kostendach, wie es mit Hegner abgemacht wurde, mehr Leistungen enthalten seien, als bei den anderen Anbietern. So gehört beispielsweise das Bildmaterial nach Abschluss des Buches der Gemeinde. Gedruckt würden die Bücher mit «Book on demand». Damit würden weniger Druckkosten anfallen. Ausserdem sucht die Kuko weiter nach Sponsoren. Das Buch, das rund 60 000 Franken kostet, sollte ohne Beitrag der Einwohnergemeinde realisiert werden.