Lüterkofen-Ichertswil

Budget wurde auf Sparflamme gekocht

Finanziell gesehen, kommen wieder etwas ruhigere Zeiten auf Lüterkofen zu.

Finanziell gesehen, kommen wieder etwas ruhigere Zeiten auf Lüterkofen zu.

Nach der ersten Lesung zeigt sich in Lüterkofen-Ichertswil ein Einnahmenüberschuss von 45 000 Franken. Der Gemeinderat hat ausserdem entschieden, das Dorfbuch zum Jubiläum von Pascal Henger erstellen zu lassen.

Vor der ersten Lesung des Budgets wies dieses einen Ertragsüberschuss von 3000 Franken aus. «Das ist ein knappes Ergebnis. Wir müssen das Budget kritisch ansehen», so Ressortleiter Urs Affolter in der Gemeinderatssitzung am Montagabend. Tatsächlich wurden noch diverse kleinere Positionen verändert, sodass am Schluss immerhin ein Plus von fast genau 45 000 Franken resultierte. Der einzige Betrag, der um über 10 000 Franken korrigiert wurde, ist der Beitrag an die Spitex. Deren Kosten sind massiv gestiegen. «Diesen Betrag kann ich so nicht akzeptieren», meinte Gemeindepräsident Roger Siegenthaler. «Wir leben auf Sparflamme und haben deshalb auch keine Budgetposten erhöht», so Siegenthaler weiter.

Das Budget für 2015 rechnet weiterhin mit einem Steuerfuss von 115 Punkten. Trotzdem – und trotz mehr Einwohnern – wird der Steuerertrag mit 2,2 Mio. Franken tiefer eingesetzt als im letzten Jahr. Bei den Investitionen schlagen vor allem die Sanierung und Entflechtung des Elektranetzes in der Äbnitstrasse mit rund 140 000 Franken zu Buche.

Dorfbuch ist in Arbeit

Mit 4:1 Stimme hat sich der Gemeinderat entschieden, dem Antrag der Kulturkommission (Kuko) zu folgen und das Dorfbuch zum Jubiläum im nächsten Jahr durch Pascal Hegner und sein Team erstellen zu lassen. «Mit den ersten Arbeiten wurde bereits begonnen», so Kuko-Präsidentin Doris Heinimann.

Sie und Jeffrey Melliger erklärten, dass im Kostendach, wie es mit Hegner abgemacht wurde, mehr Leistungen enthalten seien, als bei den anderen Anbietern. So gehört beispielsweise das Bildmaterial nach Abschluss des Buches der Gemeinde. Gedruckt würden die Bücher mit «Book on demand». Damit würden weniger Druckkosten anfallen. Ausserdem sucht die Kuko weiter nach Sponsoren. Das Buch, das rund 60 000 Franken kostet, sollte ohne Beitrag der Einwohnergemeinde realisiert werden.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1