Das Ferienchaos im Bucheggberg soll nicht noch grösser werden. So begründet Verena Meyer-Burkhard, Präsidentin des Schulverbandes Bucheggberg das Beharren auf einem Fehler. Der Vorstand des Schulverbandes hatte am 5. März die Eltern der Schulkinder über eine Ferienplanänderung informiert. Die Sportferien 2014 sollen nicht wie zuvor angekündigt in den Wochen 7 und 8, sondern in den Wochen 6 und 7 durchgeführt werden.

Gemeinden halten sich üblicherweise an Termine

Viele Eltern hätten sich beschwert über die ungewohnte Terminierung der Sportferien, schreibt der Schulverband. Seien doch üblicherweise die Wochen 6 und 7 für die Sportferien reserviert. Nur: im Jahr 2014 schert die Kantonsschule aus. Die Sportferien finden dort in den Wochen 7 und 8 statt. Das Festlegen der Ferientermine liegt in der Kompetenz jeder Schulgemeinde. Üblicherweise halten sich aber die meisten Gemeinden der Region Solothurn an die Termine der kantonalen Schulen, um den Familien mit Kindern in den Kantonsschulen und in den Primarschulen trotzdem gemeinsame Ferien zu ermöglichen.

Eltern kritisieren ungewohnte Terminierung

Im Schreiben des Schulverbandes begründet der Vorstand seine kurzfristige Abweichung damit, dass es für einige Familien schwierig beziehungsweise gar nicht möglich sei, die langjährig gemietete Wohnung zu reservieren. Viele Familien würden zudem ihre Sportferien mit Familien aus anderen Gemeinden verbringen und könnten dies im Jahr 2014 durch die Verschiebung der Sportferien nicht mehr wie gewohnt durchführen. «Wir erhielten mehrere Elternschreiben, die diese ungewohnte Terminierung kritisierten», berichtet Verena Meyer. Wie viele Briefe dies waren, will sie nicht bekannt geben.

«Wir können nicht mehr zurück»

Jetzt im Nachhinein müsse sie aber feststellen, dass der Vorstand mit dieser kurzfristigen Verschiebung des Sportferientermins einen Fehler gemacht hat. «Wir können jetzt aber nicht wieder zurück, sonst wäre das Chaos perfekt.» Es bleibt also dabei, dass im Bucheggberg grösstenteils die Sportferien 2014 in den Wochen 6 und 7 stattfinden werden.

Das wiederum wird diverse Eltern verärgern, die sich an die seit über einem Jahr publizierten Termine gehalten haben und bereits für die Woche 8 eine Ferienwohnung gebucht haben. Ihnen bleibt nur übrig, auf das Angebot des Schulverbandes einzugehen, und ein Urlaubsgesuch für ihr Kind für diese Woche 8 einzugeben.

«Wir werden künftig nie mehr von einem Ferientermin abweichen», verspricht die Präsidentin des Schulverbandes. Sie habe diesbezüglich aber auch beim Kanton interveniert, so die Kantonsrätin.

Verschieben wurde nicht bemerkt

Beim Kanton erläutert Andreas Brand, Chef Amt für Berufsbildung, Mittel- und Hochschulen, weshalb im Jahr 2014 die Sportferien auf die Wochen 7 und 8 terminiert wurden. «Wir legen die Ferientermine für die kantonalen Schulen nach bestimmten Regeln fest. Dazu gehören auch Feiertage und gesetzliche Eckpunkte. Für 2014 hatte dies effektiv zur Folge, dass wir für die Sportferien eine Woche nach hinten schieben mussten.» Die Ferientermine würden jeweils zweieinhalb Jahre im Voraus festgelegt. Die grösseren Gemeinden werden konsultiert. «Es hat niemand reklamiert, aber irgendwo haben die Leute das Verschieben des Termins nicht gemerkt.» Es werde nun ein Beschluss vorbereitet, wonach die Sportferien künftig immer in den Wochen 6 und 7 durchgeführt werden sollen, verspricht auch Andreas Brand.