Dieser Wachstum bleibt nicht ohne Wirkung auf die Infrastruktur: Die Busgarage in Zuchwil stösst an ihre Kapazitätsgrenzen. Busse werden vermehrt im Freien parkiert, im Keller stapeln sich Ersatzpneus im Gang.

Deshalb soll die Depothalle an der Waldeggstrasse um 40 Meter erweitert und der Neubau um ein Geschoss aufgestockt werden. Zudem braucht der BSU eine neue Werkstattstrasse, Hebebühnen und ein neues Pneulager.

Weil durch den Neubau Parkplätze wegfallen, müssen diese an anderer Stelle geschaffen werden. Deshalb soll das angrenzende Wohnhaus im Sommer abgerissen werden. Laut BSU-Direktor Fabian Schmid sei dies unproblematisch, weil die Nachfrage nach den sechs Wohnungen aufgrund des unattraktiven Standortes gering sei. Die Bewohner seien über den Abriss informiert.

Öffentliche Auflage des Gestaltungsplans ab dem 29. März

Um das Projekt realisieren zu können, muss ein neuer Gestaltungsplan mit Sonderbauvorschriften genehmigt werden. Ab dem 29. März können sich Interessierte einen Monat lang ein Bild davon machen: Der Gemeinderat hat die öffentliche Auflage des Gestaltungsplans kürzlich genehmigt. Vom kantonalen Amt für Raumplanung wurde dieser bereits geprüft.

Waldabstand unterschritten

Unter anderem sieht der Gestaltungsplan eine maximale Gebäudehöhe von 11.50 Meter vor. Die Abweichung von eineinhalb Meter von der maximalen Gebäudehöhe nach Grundnutzung sei im Rahmen des Gestaltungsplanes möglich. Weiter sei die Unterschreitung des gesetzlichen Waldabstandes von 20 Metern aufgrund der Verhältnisse vor Ort möglich.

Neu wird der Waldabstand durch die südliche Grenze des Baufelds für den Unterstand definiert. Der minimale gesetzliche Waldabstand von 6 Metern darf aber keinesfalls unterschritten werden.

Wenn keine Einsprachen eingehen, wird das Geschäft an den Regierungsrat weitergeleitet.