Karl schoss am 13. August 2013 während eines Streits mit einem Jagdgewehr auf seinen Bruder. Der 55-jährige Ernst wurde schwer verletzt und starb später im Spital. Der Beschuldigte konnte unmittelbar nach der Tat am Tatort festgenommen werden. Er gestand die Tat.

Die Solothurner Staatsanwaltschaft hat nun ihre Ermittlungen abgeschlossen, wie sie am Mittwoch mitteilt. Im Rahmen der Strafuntersuchung habe sie ein psychiatrisches Gutachten in Auftrag gegeben. «Das vorliegende Gutachten zeigt auf, dass die Tat mit einer psychischen Erkrankung des Beschuldigten in Zusammenhang steht», heisst es. Zudem gehe aus dem Gutachten hervor, dass der Mann zum Tatzeitpunkt aufgrund seiner psychischen Erkrankung nicht schuldfähig war.

Gestützt auf diese Erkenntnisse stellt die Staatsanwaltschaft beim zuständigen Gericht den Antrag, eine stationäre therapeutische Massnahme anzuordnen. Eine stationäre Behandlung erfolgt in der Regel in einer psychiatrischen Einrichtung oder einer Massnahmevollzugseinrichtung.

Der Beschuldigte befindet sich im vorzeitigen Strafvollzug.

Auslöser für die Schussabgabe war ein Streit zwischen Opfer und Täter. Es ging um ein Haus samt Landstück. (ldu)