Oberdorf

Brandruine kommt endlich weg - Wohnungen entstehen

Die Brandruine im Zentrum Oberdorfs sollte bald verschwinden.

Die Brandruine im Zentrum Oberdorfs sollte bald verschwinden.

Aus dem Restaurant Helvetia in Oberdorf werden jetzt Wohnungen. Die Baukommission hofft, dass der Einbau der ausgeschriebenen drei Wohnungen zügig vorangeht.

Vor drei Jahren brannte im Sommer das «Helvetia» in Oberdorf aus. Gerardo Palladino, der damalige Wirt und Besitzer des Restaurants Helvetia, wollte das Wirtshaus eigentlich wieder aufbauen und weiter wirten. Daraus wird nun aber nichts, wie einer Baupublikation zu entnehmen ist. Es wurde eine Umnutzung des Gebäudes publiziert. Anstelle eines Restaurants sollen gegenüber vom Gemeindehaus Wohnungen angeboten werden. Gerardo Palladino ist auch nicht mehr Besitzer des Gebäudes. Im Amtsblatt wurde kürzlich die Handänderung publiziert. Neue Besitzerin ist die Helvetia Oberdorf AG mit Christoph Ammann an der Spitze.

Gemeinde macht Termindruck

Die Baukommission hofft nun, dass der Einbau der ausgeschriebenen drei Wohnungen zügig vorangeht. Schon (zu) lange stehe die Brandruine an prominenter Stelle, ohne dass etwas daran gemacht worden wäre, erklärt Baukommissionspräsident Marc Spirig. Wohl ging bereits einmal ein Baugesuch ein. Aber dieses konnte nicht verwirklicht werden, weil der Nachweis für Parkplätze fehlte. «Ja, das stimmt, wir hatten ein Projekt mit Wohnnutzung und Gewerberäumen», berichtet Christoph Ammann.

Damit das neue Projekt auch gebaut wird, und nicht noch einmal eine Verzögerung eintritt, erwäge die Baukommission, Druck aufzusetzen. «Man könnte beispielsweise verfügen, dass der Bau bis zu einem bestimmten Termin erledigt sein muss, andernfalls die Ruine abgebrochen werden muss.» Dies sei insofern möglich, als die Baulinien erhalten blieben. Das «Helvetia» ist bis an die Strasse gebaut. Die Grenzabstände könnten heute bei Neubauten niemals eingehalten werden, weshalb bei der Ortsplanung ausnahmsweise die Grundmauern einiger Gebäude, und dazu gehört das «Helvetia», gleich auch als Baulinien definiert wurden. Ein Neubau könnte auf den Grundmauern wieder aufgebaut werden.

Für den neuen Besitzer des früheren «Helvetia» kein Problem. Er wolle so schnell als möglich bauen. Die Wohnungen sollen spätestens Ende 2015 bezugsbereit sein.

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