Stahlwerk
Bodenbelastung in Umgebung des Stahlwerks Gerlafingen wie gehabt

Die Bodenbelastung ist in der Umgebung des Stahlwerks Gerlafingen in den letzten 15 Jahren gleich geblieben. In den vergangenen Jahren wurde der Boden vom kantonalen Amt für Umwelt immer wieder genau untersucht.

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Stahl Gerlafingen. (Archiv)

Stahl Gerlafingen. (Archiv)

Simon Dietiker

In den beiden vergangenen Jahren hat das kantonale Amt für Umwelt den Boden in der unmittelbaren Umgebung des Stahlwerks Gerlafingen genauer unter die Lupe genommen. Das Ergebnis dieser umfangreichen Untersuchungen präsentierte am Montag Gaby von Rohr, Leiterin Fachstelle Bodenschutz, auch dem Biberister Gemeinderat.

«Die Bodenbelastung ist im Vergleich zu den 1990er Jahren im gleichen Rahmen geblieben», lautete dabei Gaby von Rohrs Kernaussage. Deshalb lasse sich sagen, dass die lufthygienischen Sanierungsmassnahmen, die das Stahlwerk in den letzten Jahrzehnten ergriffen habe, genutzt hätten. Allerdings haben sich die Belastungen auch nicht verringert.

Denn Schadstoffe, insbesondere Schwermetalle, bauen sich im Boden kaum ab. In Biberist und Gerlafingen befinden sich in erster Linie Blei und Cadmium in den Böden. Auf einer Fläche von rund 2,7 Quadratkilometern sind die Richtwerte teilweise überschritten, heisste es in einer Mitteilung.

Keine Gefährdung für Mensch und Tier

Allerdings, so versichert das Amt für Umwelt, bestehen in dieser Richtwertzone keine Gefährdungen für Mensch und Tier. Pflanzen würden zudem keine «problematischen Schadstoffe» aufnehmen. Bei 3,5 Prozent der oben genannten 2,7 Quadratkilometer ist der sogenannte Prüfwert überschritten.

Dabei handelt es sich um Zonen, die unmittelbar neben dem Stahlwerkgelände liegen. Die Untersuchungen von Gemüsen und Salaten in der Prüfwertzone habe gezeigt, dass die Schadstoffaufnahme leicht erhöht ist, die Toleranzwerte für Lebensmittel der Fremd- und Inhaltsstoffe aber nicht erreicht werden.

Eine Gefährdung, insbesondere für Kleinkinder, könne jedoch in der Prüfwertzone nicht ganz ausgeschlossen werden. Etwa dann, wenn sie mehrmals pro Woche auf unbewachsenen Böden in Berührung kämen, erklärte Gaby von Rohr. (jgr)