Üblicherweise besuchen etwa 20 Biezwiler Bürgerinnen und Bürger die Rechnungsgemeindeversammlung - am Montagabend waren es 32. Der in der az ausgetragene Streit zwischen Werner Bleuer (ex Waldhausverwalter) und Bürgerpräsident Werner Reinhart hatte den Grossaufmarsch bewirkt.

«Die verlangte geheime Abstimmung zum Traktandum Heizung Waldhaus fand nicht statt», erklärt Werner Reinhart auf Anfrage. Es sei jedoch offen über den Antrag des Bürgerrats diskutiert worden. Ohne Gegenstimme bei zwei Enthaltungen habe die Versammlung die Sanierung des Cheminées beschlossen. Zur besseren Wärmeverteilung sei im Kredit von 21 500 Franken die Montage eines Warmluftkanals enthalten.

Bleuer akzeptiert Entschuldigung

Die von Werner Bleuer ins Spiel gebrachte kostengünstigere Variante «Schwedenofen» war also am Montag nicht gefragt. «Damit kann ich leben», sagt Bleuer. Die von Reinhart vor der Versammlung gemachte öffentliche Entschuldigung für dessen in der az Solothurner Zeitung gemachte Beschimpfung habe er akzeptiert.

Weil die Cheminée-Sanierung der Werterhaltung des Waldhaues diene, widerspreche das Projekt kaum den allgemeinen Nutzungsvorgaben für Waldhäuser. An diese hat der Regierungsrat 2009 in einem Rundschreiben an die Bürgergemeinden erinnert. «Ich werde aber noch mit Kantonsoberförster Jürg Froelicher Kontakt aufnehmen», sagt Reinhart.

Gegenüber dieser Zeitung erklärt der Kantonsoberförster, es sei nun Sache der Baukommission, die Notwendigkeit einer Baupublikation zu beurteilen. Froelicher: «Ich gehe davon aus, dass die Baubehörde das korrekt macht.»