Gemeinschaftsraum
Bibern will Schulhaus für Öffentlichkeit retten

Das Schulhaus Bibern soll als öffentlicher Gemeinschaftsraum die sich abzeichnende Fusion Biberns mit elf anderen Bucheggberger-Gemeinden überstehen. Die Lösung: Die Bürgergemeinde soll das Schulhaus kaufen.

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Das Schulhaus Bibern soll öffentlich bleiben.

Das Schulhaus Bibern soll öffentlich bleiben.

Bruno Utz

«Der Einwohnergemeinderat ist der Meinung, dass die Bürgergemeinde das Schulhaus und das anstossende Landstück kauft», zeigt Gemeindevize-Präsident Hans-Ulrich Müller als Lösung auf. Dieser Ausweg biete sich an, weil die Bürgergemeinden vom «Zämerütsche»-Fusionsprojekt nicht betroffen sind. Verschenken wolle man die Immobilien aber nicht. Der Verkaufspreis solle anständig sein. «Deshalb beschloss der Gemeinderat am Montag, einen externen Schätzer einzusetzen. Es sei vorgesehen, den «Bitz Land» von der öffentlichen in die Kernzone umzuzonen. Die Parzelle sei gross genug für zwei Einfamilienhäuser oder einen kleineren Wohnblock. Angedacht sei eine Nutzung für Familien oder Wohnen im Alter. «Sicher wollen wir kein Renditeobjekt», betont Müller.

«Persönlich kann ich mir einen Kauf durch die Bürgergemeinde vorstellen», sagt Bürgergemeindepräsident Martin Berger. Das Geschäft sei aber abhängig vom Preis. «Die Leute merken, dass sie nach der Fusion möglicherweise bald keinen öffentlichen Raum mehr haben», sagt Berger. Je nach Zusammensetzung der Exekutive der neuen Gemeinde könne er sich vorstellen, dass diese Schulhaus und Land anderweitig verkauft.

Wichtiger Ort für Zusammenhalt

Soweit dürfe es nicht kommen, sagt Theres Wyss. Sie organisiert zusammen mit Katrin Otti und Sandra Burri den «Kaffeetrinket». «Immer am letzten Mittwoch im Monat laden wir Jung und Alt zwischen 9 und 11 Uhr ins Schulhaus ein.» Bisher hätten jeweils zwischen acht und zehn Frauen mitgemacht. «Es hat Platz für mehr», freut sich Wyss auf eine rege Teilnahme am nächsten Mittwoch. Das Schulhaus müsse öffentlich bleiben.

Das sagt auch Lonny Jaggi von Pro Bibern. Lonny Jaggi, Susanne Zangger und Helen Wittwer haben Pro Bibern als lockere Nachfolgeorganisation des aufgelösten Landfrauenvereins ins Leben gerufen. Das Schulhaus sei ein wichtiger Ort für den Zusammenhalt im Dorf, betont Jaggi.