Mehr als sechs Stunden dauerte die Budgetberatung im Gemeinderat Biberist. Bei einem Aufwand und einem Ertrag von über 42 Mio. Franken wurde vor der Sitzung mit einem Ertragsüberschuss von 7250 Franken gerechnet. Nach diversen Korrekturen vieler kleinerer Posten war es vor der Steuerdiskussion dann ein Ertragsüberschuss von 487'000 Franken.

Zeichen an die Einwohner ...

Alex Miescher (FDP) eröffnete in der Steuerdiskussion den Reigen der Anträge. Er wollte den Steuersatz auf 124 Prozent senken. Dem setzte Tobias Weiss (SP) 126 Prozent entgegen. «Wir sind finanziell auf einem guten Weg und haben ein konstantes Steuersubstrat», meinte er. Für die SVP wollte Markus Dick den Mittelweg und schlug deshalb 125 Prozent vor.

Beat Affolter (SP) warnte und wollte den Satz auf den bisherigen 128 Punkten belassen. Ein Steuerprozent mache in Biberist 175'000 Franken aus, so Stefan Hug (Leiter Zentrale Dienste). «Mit dem momentanen Stand der Rechnung würden wir mit zwei Prozent noch schwarze Zahlen schreiben, ab einer Senkung von drei Prozent geraten wir ins Minus.»

In der folgenden Abstimmung wurde zuerst der Antrag von 124 (1 Stimme) dem Antrag von 125 (zehn Stimmen) Prozent entgegengesetzt. In der zweiten Abstimmung holte 125 Prozent 4 Stimmen, 126 Prozent sieben. In der Schlussabstimmung obsiegte schliesslich der Antrag von 126 Prozent mit 8 Stimmen gegen 128 Prozent mit drei Stimmen. Die Senkung um zwei Prozent sei verkraftbar und ein positives Zeichen für die Einwohner, meinte der Grossteil der Gemeinderäte.

... und für das Personal

Ein Zeichen setzte der Gemeinderat auch gegenüber dem Personal. Dieses erhält für das nächste Jahr eine Reallohnerhöhung von einem Indexpunkt. Das macht insgesamt rund 36 000 Franken für die 65 Mitarbeitenden aus. Damit will der Gemeinderat die Löhne an die Löhne der Angestellten in den Nachbargemeinden angleichen, die tendenziell eher mehr verdienen würden. Ein Teuerungsausgleich wird aber für 2015 nicht ausbezahlt.

Der Ertragsüberschuss in der Laufenden Rechnung beträgt damit 120 000 Franken. Die Nettoinvestitionen belaufen sich auf 8,6 Mio. Franken. Der grösste Posten ist dabei der Betrag von 3,7 Mio. Franken für die Ausfinanzierung der Pensionskasse. Dazu kommen 1,96 Mio. Franken, die für den Schulpavillon an der Bernstrasse eingesetzt wurden und 1,7 Mio. für die Sanierung von Kantons- und Gemeindestrassen.