Biberist
Biberister Gemeinderat beschloss die für Bürgerspital nötigen Regelungen

Der Gemeinderat Biberist macht vorwärts. Nur einen Tag nach der Zustimmung des Souveräns zum Neubau des Bürgerspitals behandelte er die nötigen Teilzonen- und Erschliessungspläne sowie den Kantonalen Gestaltungsplan Bürgerspital.

Gundi Klemm
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Das Areal rund um die Strafanstalt Schöngrün soll überbaut werden.

Das Areal rund um die Strafanstalt Schöngrün soll überbaut werden.

Felix Gerber

In einem dicklaibigen Werk lagen den Ratsmitgliedern Raumplanungsbericht, Zonen- und Sonderbauvorschriften sowie der Erschliessungs- und Gestaltungsplan vor. Die örtliche Bau- und Werkkommission hatte sich zuvor mit dem gesamten Vorhaben aus fachlicher Sicht intensiv auseinandergesetzt. Gemeindepräsident Martin Blaser betonte am Montag, dass ihn die positiv verlaufene Abstimmung zum Neubau des Bürgerspitals sehr freue: «denn dieser Entscheid ist von grosser Bedeutung für Biberist und den Kanton».

Da die Gemeinde nach Abriss der bestehenden Gefängnisbauten im Schöngrün grosse Wohnanlagen plant, könnte hier das Ideal der Nähe von Arbeitsplatz, Leben und Wohnen, so Blaser, eindrücklich verwirklicht werden.

Kantonaler Nutzungsplan

Fritz Vogt gab als Leiter Spitalbauten einen Überblick über die vorgesehene Anordnung der in flexiblem Stützraster ausgeführten Gebäude auf dem Areal, wo auch das bisherige Zentrum für körper- und sinnesbehinderte Kinder seinen Platz behalten soll. Der Zeitplan erstreckt sich mit Bauausführung und Bezug bis 2023. Ruedi Bieri bekräftigte als Chef des kantonalen Planungsamtes den offenen Austausch aller Informationen zum Gestaltungsplan, in dem sämtliche Details geregelt sind.

Grundsätzlich unterliegt das gesamte Gelände einem rechtgültigen kantonalen Nutzungsplan. In den Zonenvorschriften wird neben den Gebäudehöhen festgehalten, wo Angebote wie der gesamte Medizinalbereich, das Wohnen, der als grosszügige Parkanlage entstehende Innenhof und die durch eine Einstellhalle im Tiefgeschoss auf 650 Plätze erweiterte PW-Abstellfläche angesiedelt sind.

Auch Erweiterungsmöglichkeiten für ein mögliches Alterszentrum und eine Rehabilitationsklinik sind skizziert. Während der Bauzeit werden 375 Parkplätze garantiert ebenso wie Deponieflächen für Aushub und Materialbereitstellung. Gemeinderat Alex Miescher(FDP) machte darauf aufmerksam, dass der Zeitplan des Spitalneubaus den Wert der dann bereits fertig gestellten Wohnanlagen beeinträchtigen könnte. Der Schutz der Anwohner vor Bauimmissionen müsste berücksichtigt werden, regte er an.