Seit 2004 ist das Projekt «Sanfte Weihersanierung» im Gang. Dabei versuchen Thomas und Laura Stöckli, die Besitzer des Weihers, der Verlandung mit unterschiedlichen Massnahmen entgegenzuwirken. Die Bauern in der unmittelbaren Umgebung arbeiten zusammen mit der Gemeinde Bellach daran, die Wasserqualität zu verbessern und den Stickstoffgehalt im Wasser zu senken. Zusätzlich findet jedes Jahr, unterstützt von Zivildienstlern, ein Schilfunterwasserschnitt statt und das Wasser wird mit Plocherpulver behandelt, was den Sauerstoffgehalt fördert.

Die Präsenz einer Biberpopulation am Weiher bietet viele Vorteile, beispielsweise vergrössern sich die abgeflachten Uferbereiche, in denen verschiedene Wasserpflanzen ihr Zuhause haben. Oder die Bäume, die von den Tieren gefällt werden, fallen ins Wasser und bieten so den Fischen gute Verstecke, genauso, wie es auch die Biberburgen tun. Die Zahl der Laichplätze, Jungfisch-Einstände und Winter-Ruheplätze steigt dank der Fällarbeiten der Biber stark an. Die Biberburg in Bellach steht am Nordufer, wo das Biberpärchen sein Lager aufgeschlagen hat. Die Jungtiere haben sich am Westufer niedergelassen, wo sie sich einen Erdbau gegraben, gestaut und Bäume gefressen haben.

Die Form des Wohnens im Erdbau ist üblicher als der aufwändige Bau einer Biberburg, da nicht so viel Material herangeschleppt werden muss. Nur dort, wo die Ufer flach sind, bauen die Biber freistehende Burgen. Verteilt über das ganze Revier legen die Tiere Fluchtröhren an, in die sie sich bei Gefahren schnell zurückziehen können.

Die Biberburg ist vom Spazierweg aus gut sichtbar. Damit sich interessierte Spaziergänger und scheue Biber nicht in die Quere kommen, hat Thomas Stöckli ein einen Wunsch: «Mir ist es ein Anliegen, dass das Naturschutzgebiet und das Leben der Tiere am Weiher respektiert wird und dass die Wege auf keinen Fall verlassen werden.» Wer sich für die Biberpopulation interessiert und mehr Hintergrundinformationen zum Leben in einer Biberburg erhalten würde, kann sich auf der Website www.bellacherweiher.ch informieren und sich bei Fragen mit Thomas Stöckli in Verbindung setzen.