Aetigkofen
«Bezaubernd und persönlich»: Es stimmte einfach alles am Buechibärger Fest

Der 17. Wiehnachtsmäret verlief toll – für Besucher, Aussteller und auch für die beteiligten Vereine. Mit Köstlichkeiten wie Raclette oder Holzofenbrot können sie ihre Vereinskasse aufbessern und die Besucher kulinarisch verwöhnen.

Agnes Portmann-Leupi
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Vereine bessern am Wiehnachtsmäret die Vereinskasse auf.

Vereine bessern am Wiehnachtsmäret die Vereinskasse auf.

Froh gelaunt prognostiziert Werner Isch am Donnerstagabend in der Eselbar einen Rekord, genauer gesagt über 10 000 Wiehnachtsmäret-Besucher. «Es stimmt einfach alles, das Wetter, der Schnee, der Ende Monat überwiesene Zahltag, der erste Advent», sagt er. Der Traum wird Wirklichkeit, und feststeht, dass die organisierenden Familien Isch und Wyss wieder Unglaubliches auf die Beine gestellt haben.

«Einfach bezaubernd und individuell», schwärmt ein Ehepaar aus Lengnau. Lichterketten, funkelnde Sterne, verzierte Tannenbäume, geschmückte Häuser und Speicher, brennende Feuer sowie Steelband-, Panflöten- oder Schwyzerörgeli-Musik vermitteln Wärme. An den stimmungsvollen und entzückenden Innen- und Aussenständen lassen über 80 Aussteller das Stöbern, Degustieren und Zugreifen zum Genuss werden. Von den diversen essbaren Verführungen im und rund um den Ischhof ganz zu schweigen.

Gesicherte Einnahmen für Vereine

Über den Wiehnachtsmäret freuen sich aber nicht nur die Besucher, sondern auch etliche Vereine. Für sie gehört der Anlass zum festen Jahresprogramm, an welchem sie mit ihren kulinarischen Extras die Vereinskasse gehörig aufpolieren können. Mit Werner Isch haben sie sich längst in einer Win-win-Situation gefunden. Er stellt ihnen kostenlos den Standplatz zur Verfügung und überlässt ihnen sämtliche Einnahmen. Dafür helfen sie an bestimmten Tagen mit, den Verkehr zu regeln. Obendrein fallen für die Vereine Kosten für Werbung samt allem Drum und Dran für einen eigenen Anlass dahin.

Buechibärger Wiehnachtsmäret
13 Bilder
Viele Besucher kaufen ein feines Holzofenbrot. Blick auf den Holzofen in der Backstube der Landfrauen.
Allerlei Krippenfiguren
Frisch aus dem Ofen
Zeit für eine Pause
Für das leibliche Wohl ist gesorgt
Buechibärger Wiehnachtsmäret
Hier wird ganz viel Käse angeboten
Buechibärger Wiehnachtsmäret in Aetigkofen
Er sägt mit einer Kettensäge eine Tanne aus dem Holz
Buechibärger Wiehnachtsmäret
Ein Heer aus Engeln
Hübsche Lichter für die Adventszeit

Buechibärger Wiehnachtsmäret

Felix Gerber

Von Anfang an mit dabei ist die Schützengesellschaft Aetigkofen. Herrlicher Raclette-Duft strömt aus dem weiss getünchten Gewölbekeller. Im Innern testen der Aktuar und der zweite Schützenmeister – ihre Namen sollen ein Geheimnis bleiben – die Käsespeise. Nicht ohne Stolz verkünden sie, dass sie im ersten Jahr den Verkehr alleine geregelt hätten.

Eine Augenweide sind bei den Landfrauen Aetigkofen, ebenfalls seit Beginn aktiv, nicht nur die Brote, sondern auch die rote Glut im Holzofen. Dank dem unglaublichen Gespür des «Feuerteufels» Irène Schreier gelingen die rund 900 Brote einwandfrei. Die Küche von Dora Egolf gleicht an diesen Tagen einer Backstube. Riesige Mehlsäcke stapeln sich neben Teigwannen und Knetmaschinen.

Treffen in der Eselbar

«Extra wegen dieser Waffeln komme ich jedes Jahr nach Aetigkofen», begrüsst eine Biberisterin die beiden Frauen des Turnvereins Hessigkofen-Tscheppach. «Es macht Freude, und für unseren kleinen Verein ist es zugleich Werbung», sagt Turnerin Marlis Bogaert. Seit 15 Jahren ist der Verein mit von der Partie. Von einer willkommenen Werbung spricht auch Daniel Schüpbach, Präsident des Handharmonika Clubs Biberist. Sein Verein bietet zusammen mit der Trachtengruppe Buechibärg Trachtenkaffee, Zimt-Tee und Lebkuchensterne an.

In der «Glungge-Stube» serviert der EHC Bucheggberg Pizza und Fondue. «Ganz klar, dass wir als Bucheggberger Verein hier mitmachen», sagt Präsident Peter Zimmermann. Bis zu 50 Leute stehen über die vier Tage verteilt im Einsatz. Begehrt sind Kürbissuppe und Glühwein des Volleyballclubs Bucheggberg.

«Alle haben Spass, selbst im Verkehrsdienst», bemerkt Präsident Isaak Meyer. Der Abend ende jeweils in der Eselbar und gehe so in die Vereinsgeschichte ein. In die Vereinskasse schliesslich geht der Erlös aus der erhöhten Kalorienzufuhr der gefrässigen Besucher. So gesehen eine wunderbare Vereinsunterstützung.