Noch Stunden nach dem Vollbrand des Bauernhofs Witi in Selzach hat sich der Rauch nicht verzogen. Die Feuerwehr steht mit zahlreichen Kräften im Einsatz. Brandermittler untersuchen auf dem Gelände die Ursache. Noch immer gibt es Glutnester, die unter anderem im Heu aufgestöbert und gelöscht werden müssen.

Dazu sind die Feuerwehrleute bereits mit schwerem Gerät an der Arbeit, um den Schaden aufzuräumen. Gemeindepräsident Viktor Stüdeli war am Vormittag vor Ort, um sich ein Bild der Situation zu machen. «Es ist kein schöner Anblick.» Der Sachschaden beläuft sich auf mehrere 100 000 Franken.

Unterkunft gefunden

Bereits jetzt ist klar: Der Ökonomieteil des Bauernhauses wurde beim Brand komplett zerstört. Das angebaute Wohnhaus ist nicht mehr bewohnbar, obwohl dieses weitgehend vor den Flammen, die im Ökonomieteil loderten, geschützt werden konnte. Der Wohnteil weist einen hohen Wasserschaden auf.

Gemeindepräsident Stüdeli hat sich aktiv um eine Unterkunft für das pensionierte Ehepaar und ihren Sohn, die das Bauernhaus bewohnten, bemüht. Ein zweiter Sohn des Ehepaars betreibt einen Bauernhof im Altreu.

Grossteil der Tiere gerettet

Die Eltern sind derzeit bei einer Gastfamilie einquartiert, danach können sie zusammen mit ihrem Sohn in Selzach vorübergehend eine Wohnung beziehen. Der Bauernhof in der Witi wird in der dritten Generation von der gleichen Familie betrieben. Nun wurde der Stall komplett zerstört. Dabei sind laut Polizei einige Kühe verbrannt. Der Grossteil der Tiere konnte gerettet werden. Ein Bewohner wurde leicht verletzt.