Steinbruch

Betreiber des Steinbruchs Weberhüsli haben ersten Teilsieg errungen

Steinbruch Weberhüsli in Oberdorf

Steinbruch Weberhüsli in Oberdorf

Besitzer und Betreiber freuts: Ein weiterer Steinbruch-Abbau des Weberhüslis ist möglich, aber noch nicht gesichert. Die geplante Erweiterung des Steinbruchs wurde provisorisch wieder in den kantonalen Richtplan aufgenommen.

Besitzer und Betreiber des Steinbruchs Weberhüsli haben einen ersten Teilsieg errungen. Die geplante Erweiterung des Steinbruchs wurde provisorisch wieder in den kantonalen Richtplan aufgenommen.

Rudolf Schluep, Präsident Bürgergemeinde Oberdorf, zeigt sich in einer ersten Stellungnahme erfreut, dass der Steinbruch wieder aufgenommen wurde.

Allerdings habe man sich vonseiten der Bürgergemeinde erhofft, dass der Verbleib definitiv sei. Auch Bruno Giacometto, der den Steinbruch von der Bürgergemeinde gepachtet hat, zeigt vorsichtige Freude. Seine Abbaubewilligung ist nämlich nur noch bis ins Jahr 2014 gültig. «Seit zehn Jahren kämpfe ich nun darum, weiter Steine abbauen zu können», erklärt er.

Gute Qualität

Das Geschäft laufe gut, die Steine seien gefragt, so Giacometto. Mit der vierten Etappe könnten in den nächsten 25 Jahren weitere 600 000 Kubikmeter Gestein abgebaut werden, davon ein Drittel sogenanntes Blockmaterial.

Die Steine aus Oberdorf werden allgemein als hochwertig betrachtet, jedoch sei der Bedarf im Kanton aufgrund des Abbaukonzeptes für die nächsten 50 Jahre auch ohne Oberdörfer Steine gesichert. Weil die Bürgergemeinde keine Beschwerde gegen den Richtplan machen konnte, hat dies die Einwohnergemeinde Oberdorf getan.

«Wir sind froh über diesen Beschluss, weil wir hoffen, dass damit die Endgestaltung des Steinbruchs verbessert wird», erklärt Gemeindepräsident Patrick Schlatter auf Anfrage.

Schon im Jahr 2006 wurde diese Endgestaltung im Gemeinderat kontrovers diskutiert. Damals wie heute wird vor allem die hohe Felswand, die gemäss aktueller Endgestaltung stehen bleiben soll, bemängelt. Die Steinschlaggefahr sei relativ hoch. Tatsächlich wird dieses Thema im Regierungsratsbeschluss vom 14. August aufgenommen.

Wörtlich steht dort: «Mit der Endgestaltung, ... sind Massnahmen aufzuzeigen, welche die Einsehbarkeit minimieren und die Felswände des Abbaugebietes stabilisieren. Diese Massnahmen haben auch zum Zweck, das Gebiet nach dem Abbau möglichst gut in die Landschaft einzubinden.»

Mehrheit im Kantonsrat

Dass der Steinbruch wieder in den Richtplan aufgenommen wurde, ist einer Mehrheit im Kantonsrat zu verdanken. Wie zuvor schon die Justizkommission, hatte der Kantonsrat die Beschwerde gutgeheissen.

Die Justizkommission begründete ihren Entscheid damit, «dass im Richtplanverfahren allfälligen Entscheiden im Nutzungsplanverfahren nicht vorzugreifen sei, weil einerseits zu beachten ist, dass es nicht um die Aufnahme eines neuen Steinbruchs in den Richtplan geht, sondern um die Weiterführung eines bestehenden.

Andererseits werden auch die Bundesbehörden in den Prozess involviert sein, deren Entscheide nicht im Rahmen eines Gutachtens vorweg genommen werden können.» Dies wiederum entspricht der Haltung der Gegner der Wiederaufnahme, die damit argumentierten, dass die neue Abbauetappe im Wald und innerhalb eines BLN-Gebietes (Bundesinventar der Naturlandschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung) liege.

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