Evakuationsübung
Besonders die Disziplin der Luterbacher Schüler gefiel dem Kommandanten

Hurra, hurra - die Schule brennt (nicht): Es war eine Evakuation wie aus dem Bilderbuch, welche die Schülerinnen und Schüler der Luterbacher Primarschule am Donnerstag zeigten.

Hans Peter Schläfli
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Luterbacher Schülerinnen und Schüler marschieren geordnet aus dem Schulhaus.

Luterbacher Schülerinnen und Schüler marschieren geordnet aus dem Schulhaus.

Hans Peter Schläfli

Die Primarschüler staunten nicht schlecht, als sie am Donnerstag um exakt 10:29 Uhr eine Sirene hörten und das Schulhaus evakuiert wurde.

Auf dem Pausenplatz stand schon das rote Feuerwehrauto, als sie im geordneten Klassenverband Richtung Rasenplatz marschierten und sich dort diszipliniert aufstellten. Nach exakt sechs Minuten war der Spuk vorbei - es war nur eine Übung, in der Luterbacher Schule hatte es nicht gebrannt.

Feuerwehrkommandant Juan Carlos León lobte die Schüler: «Nach zwei Minuten traten die ersten Kinder ins Freie, nach fünf Minuten standen sie sauber nach Klassen geordnet auf dem Rasenplatz und nach sechs Minuten meldete die Schulleiterin, dass alle Klassen komplett sind.» Vor allem die Disziplin gefiel dem Feuerwehrkommandanten.

Verbesserungspotenzial war aber selbst für den Laien leicht zu erkennen: Die Alarmierung erfolgte mit einem urtümlich anmutenden Megaphon, das von der Schulleiterin Katrin Kurtogullari von einem Ende des Schulgeländes bis ans andere getragen wurde, was auch die sehr unterschiedliche Zeit erklärt, welche die einzelnen Klassen zur Evakuation benötigten. «Es gibt bereits eine Studie dazu», erklärt Juan Carlos León, «wir haben die Problematik erkannt und werden der Gemeinde einen Lösungsvorschlag präsentieren.»

Derzeit wird in Luterbach das Primarschulhaus mit einem Neubau erweitert. Da wäre eine Alarmanlage, die gleichzeitig im ganzen Schulkomplex zu hören ist, sicher eine sinnvolle Investition. So könnte die Evakuierungszeit auf einen Schlag halbiert werden, was bei einem echten Feuer Kinderleben retten könnte.

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