Innerhalb von nur 15 Wochen gelang es dem Bauhandwerkerteam unter Führung des Solothurner Architekturbüros Kurt Stalder, das bisher eher konservative Aussehen der Bellacher Raiffeisenbank-Schalterhalle in eine funktionelle, lichtdurchflutete Kundenhalle zu wandeln. Ein moderner Raum mit aufwendigem Sicherheitskonzept überzeugt als Ergebnis des «Faceliftings» am bisherigen Standort der Bellacher Bankfiliale.

«Dies ist Teil unserer Zukunftsstrategie. Wir wollen nah bei unseren Kunden sein», betonte Harry Stampfli, Verwaltungsratspräsident der Raiffeisenbank Weissenstein. Denn die wachsende Gemeinde Bellach bilde einen wichtigen Eckpfeiler in der Geschäftstätigkeit der Regionalbank, bekräftigte er vor Vertretern der örtlichen Behörden, aus dem eigenen Verwaltungsrat, ehemaligen Angehörigen und Delegationen benachbarter Schwester-Banken.

Kurz ging Stampfli auf die Geschichte des Hauses ein, das ab 1955 Coop-Geschäftsstelle, Uhrenatelier und Zweigstelle eines Bestattungsinstituts war, bis 1971 die damalige Raiffeisenkasse Bellach hier ihre Arbeit aufnahm. Nach kleineren Um- und Anbauten im Gebäude fand 2004 die Fusion mit der Raiffeisenbank Weissenstein statt, die inzwischen bald 6000 Genossenschaftsmitglieder aufweist.

Unter 1 Mio. geblieben

«Mit soliden Dienstleistungen wollen wir Raiffeisen-Leute das Vertrauen bewahren, das in der grossen Bankenwelt gelegentlich Schaden nimmt», meinte Stampfli auf Nachfrage am Rande der Zusammenkunft. Zum nun erfolgten «Facelifting», das den Budgetrahmen von 1 Mio. Franken nicht überschritten habe, höre er von allen Seiten nur positives Echo, dem die Beteiligten der Wiedereröffnung mit Beifall zustimmten.

Sicherheit auf neustem Stand

Gemäss dem von Kurt Stalder und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Sommer 2012 gewonnenen Ideenwettbewerb präsentiert sich die Bank jetzt nach dem Umbau gemäss «offenem Bankkonzept» als Beraterbank, die Kunden mit einer angenehm-grosszügigen Atmosphäre begrüsst und zu vertiefenden Diskussionen in angegliederte Besprechungszimmer einlädt. Auf zeitgemässen Stand gebracht wurden alle Sicherheitsanlagen und ebenso der Tresorraum.

«Wir sind überzeugt, dass unsere Mitarbeitenden unter der Leitung von Tino Ettore hier in Bellach ihre Freude am neuen Arbeitsumfeld auf die Kundschaft übertragen werden», bekräftigte Stephan Julier als Vorsitzender der Bankleitung.

In Vertretung von Architekt Kurt Stalder übermittelte dessen Mitarbeiter Jürg Thommen mit einem Zitat von Renzo Piano zum Wesen «guter Architektur» die grundlegenden Leitideen dieser Neugestaltung, die klare Betriebsabläufe und eine Verschmelzung von Innen- und Aussenraum mit einem modernen Baukörper verbinde.

Mit einem Grusswort sowie einem Betrag für Kunst am Bau gratulierte Reto Tschui im Namen der Raiffeisen-Nachbarbanken. Anschliessend fand für Interessierte aus Bellach und Umgebung der Tag der offenen Tür statt.