Filmpreis

Beki Probst erhält den Prix d'honneur, einen Preis der Wasserämter Gemeinden

Beki Probst nahm am Samstag den «Prix d'honneur» der 48. Solothurner Filmtage entgegen. Der Preis ehrt eine Person, die sich hinter den Kulissen für den Schweizer Film einsetzt.

Beki Probst wurde in Istanbul geboren. Nach dem Jura- und Journalismusstudium arbeitete sie für die türkische Tageszeitung «Tercuman» und die Wochenzeitung «Hayat». 1960 zog Beki Probst in die Schweiz, organisierte verschiedene künstlerische Projekte und wurde Betreiberin der Probst-Kinobetriebe, heute Quinnie Cinemas. Ihr Engagement für Film und Kino wurde bald international. Von 1981 bis 1988 war Beki Probst Delegierte der Berlinale für die Länder Türkei und Griechenland. 1985 initiierte sie die Tradeshow des Festival del Film Locarno, wo sie später auch Mitglied der Auswahlkommission war.

Grande Dame der Berlinale

1988 übernahm sie die Leitung des European Film Market der Berlinale. Unter ihrer Leitung etablierte sich der European Film Market als eine der grössten und wichtigsten internationalen Filmmessen. Beki Probst war von 1988 bis 1996 ausserdem künstlerische Leiterin des Genfer Festivals «Stars de Demain». Sie gehörte mehrfach den Jurys internationaler Filmfestivals an, darunter Toronto, Jerusalem, Locarno und San Sebastian. 1992 wurde Beki Probst mit dem französischen Staatsorden «Chevalier des Arts et des Lettres» ausgezeichnet und 1999 mit dem Berner Filmpreis.

Der «Prix d'honneur» der 48. Solothurner Filmtage ehrt eine Person, die sich hinter den Kulissen für den Schweizer Film einsetzt und ist von den Gemeinden im Wasseramt mit 10000 Franken dotiert.

Im Anschluss an die Preisverleihung wurde der Film «Hiver Nomade» von Manuel von Stürler gezeigt, der an der letztjährigen Berlinale Premiere feierte. Beki Probst empfahl den Film als ein Roadmovie der speziellen Art, mit wunderschönen Bildern. (rm/mgt)

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