Die einspurige Bahnstrecke zwischen Twann und dem Ligerzer Dorfteil Schafis soll ab Mitte des nächsten Jahres auf Doppelspur ausgebaut werden. Nicht auf dem heutigen Trassee entlang des Ufers des Bielersees, sondern in einem Tunnel, der parallel zum bestehenden Strassentunnel bei Ligerz um das Dorf herum gebaut wird. Zum Bauprojekt gehört auch die Sanierung der gesamten Bahnlinie entlang des linken Seeufers und ein neuer Bahnhof in Twann.

Bis zum Ablauf der Frist während der 30-tägigen Planauflage in den betroffenen Gemeinden, wurden 44 Einsprachen beim Bundesamt für Verkehr (BAV) eingereicht, wie das Bieler Tagblatt (BT) in seiner gestrigen Ausgabe berichtet. Die meisten – deren 37 – von Einzelpersonen aufgrund der notwendigen Enteignungen und der Höhe der Entschädigungen. Drei Verbände und vier Gemeinden haben laut BT Einsprachen eingereicht, so zum Beispiel die Gemeinde Ligerz selber, um Verhandlungspunkte mit dem BAV geltend zu machen und Twann-Tüscherz wegen des bevorstehenden Baulärms.

Aber auch, weil die Züge auf der neuen Strecke bis zu 160 km/h schnell unterwegs sein werden. Direkt neben der Bahnlinie verläuft ein äusserst beliebter Spazierweg. Das Projekt als Ganzes werde zwar befürwortet, schreibt die Gemeinde in einer Medienmitteilung, und man habe nicht die Absicht, «dieses im Grundsatz zu behindern». Aber man habe schon im Vorfeld eine Liste von Forderungen gestellt und diese mit der Einsprache nun rechtsverbindlich abgesichert. Unter anderem müssten Massnahmen getroffen werden, «damit der Lärmschutz gewährleistet wird und die Druckwelle die Spaziergänger auf dem Strandweg nicht in unzumutbarer Weise trifft». (om)