Riedholz/Deitingen/Luterbach
Bei der Wilihofbrücke gibts mehr Platz für Velos

Die Wilihofbrücke muss 46 Jahre nach ihrem Bau umfassend instand gesetzt und teilweise verstärkt werden. Profitieren soll auch der Langsamverkehr.

Urs Byland
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Künftig wird der Langsamverkehr unter der Brücke durchgeführt.

Künftig wird der Langsamverkehr unter der Brücke durchgeführt.

Urs Byland

Nun können sich die Bewohner der drei Gemeinden Riedholz, Deitingen und Luterbach über das künftige Aussehen der Wilihofbrücke informieren. Aufgelegt sind die Pläne für die Instandsetzung sowie die Velo- und Fussgängerunterführung am südlichen Aareufer.

Die Sanierung der Brücke ist unumgänglich. Der Zahn der Zeit und das Streusalz haben gewirkt. Laut Zustandsbericht ist «der Beton auf der Brückenplatte, an den Konsolköpfen und an den Aussenseiten der äusseren Längsträger infolge von Witterungseinflüssen teilweise beschädigt und zum Teil auch mit Chloriden (Streusalz) belastet».

Luterbach wehrte sich und darf geringeren Beitrag zahlen

Die Wilihofbrücke liegt flächenmässig zu 1 Prozent auf dem Gemeindegebiet von Luterbach, zu 81 Prozent auf Gemeindegebiet von Riedholz sowie zu 18 Prozent auf Gemeindegebiet von Deitingen. Luterbach muss demnach 1 Prozent der Gesamtkosten mitfinanzieren. Diese belaufen sich bei der Wilihofbrücke auf zirka 6,78 Mio. Franken. Vor zehn Jahren erliess der Regierungsrat einen Verteilschlüssel für die Beteiligung der Gemeinden an den Neubauten, Änderungen und Sanierungen von Kantonsstrassen. Nach diesem Verteilschlüssel liegt für Luterbach der Beitrag für sein Prozent an der Wilihofbrücke bei 21,35 Prozent oder zirka 15 000 Franken. Dagegen wehrte sich die Einwohnergemeinde Luterbach und stellte ein Gesuch um eine Reduktion des Gemeindebeitrages. Der Regierungsrat hat die übermässige Beanspruchung Luterbachs anerkannt und den Beitragssatz um mehr als ein Drittel auf 13,45 Prozent gesenkt. Damit muss Luterbach nur zirka 9100 Franken an die Sanierung der Brücke leisten. (uby)

Die Kosten werden mit 6,78 Mio. Franken veranschlagt. Davon sind 280 000 Franken Planungskosten, 4,9 Mio. Franken kostet die Sanierung der Brücke und weitere 1,6 Mio. Franken verschlingen die geplanten Massnahmen für den Velo- und Fussgängerverkehr.

Unterführung für Langsamverkehr

So wird am südlichen Ende der Brücke eine Betonunterführung in den Erddamm gebaut, sodass die sich entlang der Aare bewegenden Velofahrer und Fussgänger künftig nicht mehr die Kantonsstrasse überqueren müssen. Die Veloverbindung erhält zudem mit Auf- und Abfahrtsrampen Anschluss zur Kantonsstrasse.

Auf der Brücke selber werden die Poller, die 1999 angebracht wurden und das Trottoir von der Velo- und Autofahrbahn abgrenzen, entfernt. Velolenker und Fussgänger erhalten beidseitig einen Weg von 2,8 Meter Breite. Die Fahrspuren für den Motorfahrzeugverkehr weisen eine Breite von je 3,65 Metern auf. Das Geländer wird eine Höhe von 1,3 Metern erhalten.

Neuer Gehweg

Die Attisholzstrasse, nördlich der Brücke, wird mit einem neuen Gehweg von 2,5 Meter Breite ausgestattet. Generell soll die Kreuzung auf der Nordseite sicherer gestaltet werden. Die Bauarbeiten werden dort nicht ganz ein Jahr dauern: von Ende Februar bis Herbst 2014. Abwechslungsweise wird eine Fahrbahn gesperrt, eine Lichtsignalanlage regelt den Verkehr.

Die Wartezeiten sollen nicht lang sein, verspricht der Kanton (wir berichteten). Ziel ist es, die Brücke weitere 60 Jahre nutzen zu können.

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