«Zum Glück haben wir keine Finanzierungssorgen», betonte Gemeindepräsident Beat Muralt mit Blick auf die Investitionsrechnung 2015. Hier nämlich hat die Gemeinde Grosses vor. Mehr als 1,3 Mio. der auf 2,17 Mio. Franken bezifferten Investitionen will sie in ihre «Waterfront», sprich Entlastungskanal Kriegstettenstrasse, investieren. Dazu kommen noch mehrere Strassenarbeiten und die Erneuerung der nordseitigen Fensterfront an der Turnhalle für 240 000 Franken.

Zurückgestellt ins Jahr 2016 wurden die bereits angedachten Vorbereitungen für Tempo 30 in den Quartieren. Der Rat prüfte sorgfältig alle Aufgabenbereiche im Voranschlag der Laufenden Rechnung (Aufwand 3,1 Mio./Ertrag 3,02 Mio. Fraanken), der sich in einigen wenigen Konten ohne neue Angaben vorerst auf Zahlen der Rechnung 2013 abstützt.

Beruhigt konnte festgehalten werden, «dass wir nicht mit wesentlichen ‹Ausreissern› zu rechnen haben». Dennoch nahm der Rat Mehraufwände genau unter die Lupe und liess sie durch die Ressortverantwortlichen begründen. Stefan Zumbrunn, Ressortchef Bildung, erläuterte die durch Neueinstufung von Lehrkräften steigenden Löhne. Insgesamt aber fallen die Kosten für die gemeinsam mit Recherswil geführte Primarschule etwas tiefer aus.

Nicht mehr von Sockelzahl weg

Noch nicht budgetriert sind mögliche Stellvertretungen. Von der Kreisoberstufe Gerlafingen liegen noch keine ganz verlässlichen Zahlen vor, zumal Zumbrunn einzelne Fragen zu Schulraum- und ICT-Kosten klären möchte. Die finanzielle Vorinformation bewege sich aber in vernünftigem Rahmen, befand er.

7 Jugendliche aus Obergerlafingen besuchen die Kantonsschule und 3 sind auf Sonderschulbetreuung angewiesen. Überprüft werden muss noch, ob der Kanton sich ganz aus der Bezahlung der Logopädie zurückzieht. Budgetiert sind hierfür 500 Franken pro Kind und Monat.

Nichts Alarmierendes war im Bereich Gesundheit festzustellen, dafür aber im Sozialwesen mit seinen steigenden Fallzahlen. «Offenbar kommen wir leider von einer Sockelzahl in der Sozialhilfe nicht mehr weg», bedauerte Muralt. Die Steuern, die Obergerlafingen erwartet, orientieren sich an den bisherigen Beträgen mit 3,1 Mio. (Budget 2014: 2,8 Mio.) Franken. In den Finanzausgleich zahlt die Gemeinde  4 300 Franken ein, weiss aber, dass sich mit dem neuen Finanzausgleich ab 2016 hier einiges ändern könnte. Die 1. Lesung wies einen Aufwandüberschuss von 137 876 Franken aus.

Wir sind auf richtigem Weg

Stefan Mikolasek kommentierte namens der Umweltkommission die inzwischen auch nach juristischen Gesichtspunkten überarbeitete Wegleitung für Anschlussgebühren, die schon bald im Internet aufgeschaltet wird. Dargestellt sind darin auch Beschwerdemöglichkeiten, wie sich ein Bauherr gegen eine ihm zu hoch erscheinende Veranlagung wehren kann. Wichtig für den Vergleich ist bei Umbauten immer der alte Katasterwert. «Mit dieser Wegleitung sind wir auf dem richtigen Weg», unterstrich der Rat.