Arch

Baubegehren ist immer noch hängig: Einsprecher wehren sich gegen Tankstellenshop

Beim Kreisel in Arch will Coop eine Tankstelle mit Shop bauen.

Beim Kreisel in Arch will Coop eine Tankstelle mit Shop bauen.

75 Einsprecher wehren sich gegen geplante Tankstelle mit Shop beim Kreisel Arch. Bereits am Informationsabend haben sich die Anwohnerinnen und Anwohner zu diesem Projekt geäussert.

Vorerst werden auf der Matte beim Archer Kreisel noch keine Bagger auffahren. Knapp ein Dreivierteljahr nachdem die Einsprachefrist im Frühling geendet hat, liegt das Projekt noch immer auf dem Tisch von Regierungsstatthalterin Franziska Steck. Und: In diesem Jahr ist kaum mehr mit einem Entscheid zu rechnen.

Nachdem der Grossverteiler Coop in der Region mit zwei neuen Supermärkten (in Grenchen und Pieterlen) auf wenig Widerstand stossen dürfte, kommt das Projekt für eine Tankstellle mit Shop in Arch vorerst nicht voran. Sechs Einsprachen mit gesamthaft 75 Unterschriften sind in den Wochen vor dem 25. März gegen das Bauprojekt eingegangen. Das erklärt die zuständige Regierungsstatthalterin des Verwaltungskreises Seeland auf Anfrage.

Lärmgutachten und Verkehrsstudie gemacht

«Wir haben sowohl eine Verkehrsstudie als auch ein Lärmgutachten machen lassen. Das sind die beiden Befürchtungen, die im Quartier am meisten zu reden geben. Ausserdem haben wir verschiedene Berichte vom Kanton eingeholt, zum Beispiel zum Brand- und Gewässerschutz», erklärt Franziska Steck. Derzeit liegt der Ball bei der Bauherrschaft.» Weil anschliessend die Einsprecher Gelegenheit erhalten, sich zu den strittigen Punkten zu äussern, dürfte es noch einige Zeit dauern, bis die Entscheidung des Regierungsstatthalteramts vorliegt. «Bis zum Jahresende wird das wohl nicht reichen, schliesslich ist das kein Null-Acht-Fünfzehn-Projekt», so Steck.

Mehrere Gegenargumente vorgebracht

Dass die Sache länger dauern könnte, war spätestens nach dem 13. März allen klar. Am Informationsabend damals gaben diverse Anwohner und ansässige Gewerbler ihrem Unmut über die geplante Coop-Tankstelle samt Pronto-Shop deutlich Ausdruck. Während die einen ein Verkehrschaos beim Kreisel befürchten, stossen sich die anderen an der Verkehrserschliessung über die Kantonsstrasse. Das Gewerbe möchte die Konkurrenz mit dem Grossverteiler vermeiden.

Selbst wenn die Antwort des Regierungsstatthalteramts dann vorliegt, ist nicht klar, dass gleich gebaut wird. Denn der Entscheid kann an die zweite Instanz, die Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern weitergezogen werden. Was bei den zahlreichen Gegnern im Dorf nicht auszuschliessen ist. Die Profile Eingangs Dorf dürften somit noch einige Zeit stehen bleiben.

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