Fansacht Kriegstetten
Bänklete Kriegstetten hat sich zu einem Geheimtipp entwickelt

Über vier Stunden Unterhaltung bot die Kriegstettener Bänklete. Für Unterhaltsames in guter Qualität sorgten längst nicht nur einheimische Narren, auch aus anderen Kantonen kamen Kreative Köpfe angereist, um das Publikum zu unterhalten.

Hans Blaser
Drucken
Teilen
Bänklete Kriegstetten 2014
19 Bilder
Zunftmusig
Zunftmusig
Zunftmusig
Silberdistle aus Derendingen
Schnapsbagge aus Basel
Schnäder Pänsli aus Wiedlisbach
Sänklochtoucher
Sänklochtoucher
Ober Dani
Hämpu aus Biel
Gebrüeder Schlimm aus Biberist
Fasnachtigallen aus Wangen a
Drei Musketiere aus Bern
Fasnachtigallen aus Wangen a
Chräbszunft
Chäbszunft
Chäbszunft
Chäbszunft

Bänklete Kriegstetten 2014

Hans Blaser

Sie zählen auch auf Unterstützung aus den Nachbardörfern. Zudem kamen Gruppen aus dem Bernbiet und Basel. Dass die Auswärtigen die Bänklete nicht nur als Testplattform benutzten, bewiesen sie mit Versen zu örtlichen Ereignissen.

Selbstverständlich gab es als Ergänzung zu den gesungenen Versen mit unterschiedlichster Begleitung auch Instrumentales. Für den musikalischen Auftakt des Abends sorgte die Zunftmusik. Mit ihrem Repertoire sorgten sie schon zu Beginn für eine positive Stimmung.

Hohe Trommelkunst vermittelte der Tambourenverein Biberist. Schmunzeln bewirkte er mit seiner amüsanten Body-Percussion. Einen Begeisterungssturm löste der Schlussauftritt aus.

In der abgedunkelten Halle waren nur die wirbelnden Leuchtköpfe ihrer Trommelschlegel zu sehen, welche die Illusion eines Feuerwerkes erzeugten. In Bezug auf Lautstärke wurden sie später durch die Baukis, die Baukebieger klar übertroffen. Die nahmen ihren Namen wörtlich - glücklicherweise ist die Halle nicht aus Holz gebaut.

Bunte Vielfalt herrschte nicht nur bei den Stilrichtungen, sondern auch bei den Themen der Schnitzelbänke. Deswegen waren wohl auch die meisten Besucher gekommen. Ober Dani, der souverän durch das Programm führte, versprach ihnen, sie nicht zu enttäuschen.

Dass dabei der örtliche Gesprächsstoff vorherrschte, war klar. Der Gemeinderat dominierte. Selbst die Basler Schnapsbagge behaupteten, dass in Kriegstetten der Herrgott Manfred Küng heissen müsse.

Mehrfach aufgenommen wurden etwa der Bachelor, Alice Schwarzer und Ueli Hoeness, der gedopte Schwinger Bruno Sempach oder die Vorfälle in der Anstalt Thorberg. Die Sänklochtoucher punkteten mit einem witzigen Vers zur Namenssuche für etwas, das wir immer noch Mohrenkopf nennen.

Übertroffen wurde der Applaus jedoch beim hervorragend getexteten Erlebnisbericht eines smarten Schweizergardisten, der sich seiner Anträge aus der römischen Kurie kaum noch erwehren konnte. Die Chräbszunft Kriegstetten zeigte sich erleichtert, dass beim Bau des Bischofssitzes Limburg zwar viel Pomp aber wenigstens kein Kinderzimmer eingebaut worden sei.

Gut angekommen ist die neue Gruppe Gebrüeder Schlimm aus Biberist. Sie vermochte die Inseli-Fähre textlich mit dem Brücken-Bagger Unfall zu kombinieren. Grosses Echo weckte ihr Beitrag mit dem umgekrempelten Lied von Udo Jürgens: «Mit 66 Kärtli isch eues Konto nümm fit». Eindeutig den kräftigsten Applaus erhielten die «Drei Musketiere». Ihre Verse waren teils haarscharf entlang der Gürtellinie angesiedelt.

Aktuelle Nachrichten