Kriegstetten

Bald fahren 33 zusätzliche Lastwagen durch das Dorf

Zu Reden gab dabei vor allem das zusätzliche Verkehrsaufkommen, welches das Logistikprojekt mit sich bringen würde. (Symbolbild)

Zu Reden gab dabei vor allem das zusätzliche Verkehrsaufkommen, welches das Logistikprojekt mit sich bringen würde. (Symbolbild)

Der Kriegstettener Gemeinderat diskutierte über das Kinderzentrum und das Logistikprojekt im Derendinger Wissensteinfeld. Zu Reden gab dabei vor allem das zusätzliche Verkehrsaufkommen, welches das Logistikprojekt mit sich bringen würde.

Die Einladung zum Orientierungsabend über das Nachfolgeprojekt Kühne und Nagel im Derendinger Wissensteinfeld sei einen Tag nach der Veranstaltung in Kriegstetten eingetroffen. Dies und die fehlende Vororientierung nahm der Gemeinderat noch relativ sportlich.

«Wir konnten uns zum Glück ja aus der Presse informieren.» Doch auf die leichte Schulter will er die vom Ausbau des Logistikzentrums zu erwartende Verkehrsbelastung nicht nehmen.

«Im Bericht erwähnt sind täglich 100 Fahrzeuge, und geschätzt wird, dass etwa 33 Lastwagen Kriegstetten durchfahren», quantifizierte Gemeinderat Thomas Affolter. Gedanklich ging der Rat die Strecke von und zur Autobahn mit Strassenkreuzungen und Einmündungen durch und kam zum Ergebnis: «Das wird eng.» Insbesondere das Einfädeln von Lw mit Anhänger am Knotenpunkt beim «Kreuz», wo häufig während des Tages deutliche Verkehrsdichte herrscht, dürfte laut Affolter zu Problemen führen.

«Kuno Tschumi fährt eben keinen Lastwagen», meinte er zu dessen Negierung von Schwierigkeiten, die im Zeitungsbericht deutlich wurde. Gemeindepräsident Manfred Küng beauftragte nach der rätlichen Aussprache die Bau- und Werkkommission, das Projekt verkehrsplanerisch zu beurteilen und die kantonale hoheitliche Zuständigkeit auf der Hauptstrasse wie auch rechtliche Möglichkeiten abzuklären.

Bis Mai soll die Analyse der Auswirkungen vorliegen, damit rechtzeitig zur Bauausschreibung des Logistikzentrums reagiert werden kann. Mit Blick auf das Fusionswerk «Top 5» der vier Gemeinden mit Solothurn regte Küng eine darauf fokussierte Richtplandiskussion an. «Das Problem wird verlagert. An den Rändern der Grossgemeinde findet der Verkehr statt, der sich dann in unsere Dörfer ergiesst.»

Stillstand Projekt Kinderzentrum

Gestützt auf seine Erfahrungswerte aus der Leitung von drei Kindertagesstätten im Gäu und im Thal stellte Heinz Bläsi, Geschäftsführer der ADDA-Kita GmbH Oensingen, ausführlich Angebote, Kosten und Finanzierungsmöglichkeiten für eine Kita in Kriegstetten vor.

Auch diese Institution - eingemietet ins Schulhaus - könnte von ADDA geführt werden. Durch eine Arbeitsgruppe, genannt KROKJ (Kriegstetter Organisation für Kinder und Jugendliche), die Thomas Affolter präsidierte, war dieses Vorhaben in Grundzügen bereits vorgespurt.

«Doch leider habt Ihr das Ross vom Schwanz her aufgezäumt», bemängelte er die vorschnelle und unvollständige Präsentation dieses Projektes an der Gemeindeversammlung im letzten Dezember. Er selbst, der kurzfristig nicht dem Rat angehörte, sei dabei gar nicht anwesend gewesen, monierte er.

Entschieden hatte der Souverän an dieser Gemeindeversammlung über eine Startsumme von 20 200 Franken. Damit können aber nur die Räumlichkeiten für eine Kita umgebaut werden. Um die Tagesstätte dann auch zu betreiben, brauche es eine jährlich wiederkehrende finanzielle Beteiligung der Gemeinde, wie Bläsi im Rat deutlich machte.

Da dies nicht durch einen Gemeindeversammlungsbeschluss gedeckt ist, machte sich der Gemeindepräsident aus «Demokratieverständnis» Gedanken zum vorläufigen «Abbruch der Übung», zumal auch durch Bläsi vom Einbezug der Nachbargemeinden Oekingen und Halten die Rede war. «Das müsste aber erst einmal in aller Ruhe mit den beiden Ammännern besprochen werden», blickte Küng vorwärts auf eine Konferenz mit ihnen im Mai.

Der Gemeinderat will in aller Ruhe nochmals über das Geschäft diskutieren und es im Juni erneut an der Gemeindeversammlung präsentieren. Bis dann sollen alle Kosten zusammengetragen werden. Ebenso erhofft man sich, dass sich die Nachbargemeinden anschliessen und beteiligen würden.

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