Immer wieder erstaunlich ist, welche Vielfalt an leistungsfähigen Gewerbebetrieben und Dienstleistern in der aus Oberdorf, Rüttenen und Langendorf gebildeten Kleinregion besteht. Unter den 45 Ausstellenden präsentierten sich nur wenige Betriebe von ausserhalb. Auskunftsfreudig erwarteten auch am Sonntagmorgen alle Ausstellenden ihr Publikum.

Orthopunkt Mattle aus Solothurn war einer der wenigen Betriebe von ausserhalb. «Die Gesundheit hat für alle Menschen einen immer höheren Stellenwert», begründete Dimitri Mattle die Beteiligung. «Mit unseren Möglichkeiten können wir beispielsweise auf Skelett schädigendes Bewegungsverhalten aufmerksam machen», wies der junge Orthopädist auf die Diagnosehilfen am Stand hin.

Nebenan machte die Spitex, die neben Langen- und Oberdorf auch Lommiswil betreut, auf sich aufmerksam. Natürlich sei der Name der ambulant tätigen Pflegeorganisation bekannt, aber wenig Genaues über deren Angebote und Finanzierung, so Betriebsleiterin Claudia Strähl. Vorbei an ansprechenden Ständen von Versicherungen sowie einer breiten Palette von Bau- und Sanierungsspezialisten gelangte man zu Schneitter als Fachbetrieb für Sanitär- und Haustechnik. Sandra Spielmann und Davor Stevanovic gaben gerne Auskunft, um etwa eine veraltete Bodenheizung zu erneuern.

Bei Schneider-Reisen, die vielfarbig mit attraktiven Destinationen lockten, liegen begleitete Veloreisen im touristischen Trend, wie Eveline Bächler und Richard Balli betonten. Am Stand der seit 33 Jahren in Langendorf ansässigen Sägesser Carrosserie stellte Doris Sägesser neben fachlichen Erläuterungen ihre Tochter Natalie als künftige Geschäftsführerin vor.

Ins Schwarze getroffen

Die 125 Jahre junge Schützengesellschaft Langendorf veranstaltete einen kostenpflichtigen Luftgewehr-Wettbewerb zugunsten des Nachwuchses. «Die Besucher treffen häufig ins Schwarze», hiess es zur Zielsicherheit. Emotional sprach Blumen-Sonderegger in frühlingshafter Dekoration mit einem Wettbewerb über Märchen an. «Familien und ältere Personen wissen gut Bescheid, aber kaum die jungen ‹Digital Natives›», lachte Floristin Marianne Affolter.

Mit «Augen auf» für die vielen feinen Dinge des Lebens hob Fritz Breiter als Kunstschaffender diesen wichtigen Aspekt hervor. Für Daniel Hürlimann als Gemeindevizepräsident und zugleich Sicherheitsdelegierter, sind die Erfolge der 75 Jahre bestehenden «bfu» eine Bestätigung aller Massnahmen der Unfallverhütung. Gut besetzt mit Hans-Peter Berger, Andrea Kronenberg sowie Robert Loser und André Hess war der Stand von Einwohner- und Bürgergemeinde. «Bei uns werden Anliegen und Wünsche deponiert», so der Gemeindepräsident, der sich über die positive Aussenwahrnehmung der Gemeinde freute.

«Wir sind sehr zufrieden»

Zum vierten Mal bereitete Roland Frei als OK-Präsident diese im 5-Jahresturnus stattfindende Gewerbeausstellung vor. «Dank wenig personellen Wechseln im OK sind wir ein langjährig eingespieltes Team», bekräftigte er. Dass diese Schau ihrem Thema «Vernetzung» diene, bestätigte anhand positiver Rückmeldungen von Ausstellenden und Besuchern auch Gewerbevereinspräsident Anton Sonderegger: «Wir erlebten interessante Gespräche in ruhiger Atmosphäre.»

Bezüglich der Ausstellungskosten, die abgesehen von Personalaufwand und Einrichtung für den einzelnen Betrieb mit nur 115 Franken pro Quadratmeter zu Buche schlugen, verwies Frei auf die in Langendorf stets gelebte Verknüpfung mit weiteren Anlässen. «Diesmal bewährte sich für die Ausstellung im Festzelt das Zusammenspannen mit der GV von Sponsor Raiffeisen und mit dem nachfolgenden Bezirksmusiktag», meinte er zum Budget von nur 100 000 Franken.