Feldbrunnen-St. Niklaus

Aus Überschuss wird Defizit: Grosse Investitionen verursachen Kosten

Das Bipperlisi in Feldbrunnen. Die Sanierung schenkt ein.

Das Bipperlisi in Feldbrunnen. Die Sanierung schenkt ein.

Die Sanierungsprojekte Baselstrasse und Bahnübergänge wirken sich aufs Budget 2015 der Gemeinde Feldbrunnen-St. Niklaus aus. Es wird mit einem Aufwandüberschuss von 20'158 Franken gerechnet

Das Budget 2015 hatte nach der ersten Lesung noch mit einem Ertragsüberschuss von 68 000 Franken geschlossen. Bis zur zweiten Lesung wurde aus dem Ertrags- ein Aufwandüberschuss in der Höhe von 20 158 Franken.

Wie Finanzverwalterin Isabella Howald erklärte, sind dafür unter anderem zwei grosse Investitionen verantwortlich, welche entsprechende Kosten verursachen. Zum einen ist dies die Sanierung der Baselstrasse durch den Kanton. Das entsprechende Teilstück von der Bipperlisi-Haltestelle «St. Katharinen» bis zum Ortseingang Ost kostet die Gemeinde voraussichtlich insgesamt 441 700 Franken, wobei die Sanierung in Etappen bis ungefähr 2018 erfolgen werde. Für 2015 wurde ein Gemeindebeitrag von Feldbrunnen-St.Niklaus in der Höhe von 20 100 Franken eingeplant, so Howald. In den Folgejahren würden dann Beiträge von zweimal 180 000 Franken und einmal 60 000 Franken fällig. Der gesamte Bruttokredit werde man aber von der Budget-Gemeindeversammlung genehmigen lassen müssen.

Bahn-Projekt belastet Budget

Auch die zweite Investition, die hohe Kosten verursacht, betrifft eine Sanierung, nämlich jene der Bahnübergänge. Der Gemeinderat geht hier ungewöhnliche Wege und nimmt vorläufig nur 150 000 Franken ins Budget auf. Die konkreten Objektkredite, welche wesentlich höher liegen dürften, wolle man hingegen erst im Frühling vor die Gemeindeversammlung bringen, da derzeit nur Annahmen vorliegen.

Wie Isabella Howald resümierte, umfasst der Finanzierungsfehlbetrag mit diesem Budget 288 000 Franken; der Selbstfinanzierungsgrad der Gemeinde liege bei 55 Prozent. Angesichts des hohen Investitionsgrades, der derzeit vorliege, sei der tiefe Selbstfinanzierungsgrad aber nicht bedenklich, so die Finanzverwalterin.

Anschliessend rückte der Gemeinderat dem Budget mit dem Rotstift zu Leibe. Ganz nach dem Motto «Kleinvieh macht auch Mist» wurden sukzessive kleinere Posten um einige hundert Franken nach unten korrigiert, wobei Rat und Gemeindeverwaltung auch vor den eigenen Finanzen nicht Halt machten. Der Gemeinderat trifft sich am Donnerstag mit den Kommissionsmitgliedern sowie allenfalls der Schulleitung für eine vertiefte Budgetdiskussion, in der die Finanzen noch einmal auf Herz und Nieren geprüft werden.

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