Die Gründung der GLP-Sektion Thal-Gäu erfülle ihn mit grosser Freude, sagte GLP-Präsident Markus Flury. Nach den Sektionen Solothurn und Umgebung, Zuchwil, Stadt Olten und Grenchen-Bettlach sei Thal-Gäu die fünfte Sektion. Politisch gesehen sei das von FDP, SVP und CVP geprägte Umfeld hier zwar «garstig». «Aber wir Grünliberalen treffen den Zeitgeist gut», sagte Flury. Nach seinem im Januar angekündigten Rücktritt soll der Präsident der Kantonalpartei durch den Facharzt René Kühne aus Günsberg ersetzt werden (wir berichteten).

Präsident aus freisinnigem Haus

An der Gründungsversammlung im Kornhaus Balsthal beteiligten sich ein Dutzend Männer – darunter der designierte Präsident Kühne – und eine Frau. Sie wählten Arno Bürgi (Kestenholz), Adolf Gut (Mümliswil), Markus Kobel (Oberbuchsiten) und Markus von Felten (Balsthal) per Akklamation als Mitglieder des Vorstandes.

Aus diesem Quartett wurde der 43-jährige Kobel als Präsident vorgeschlagen und ebenfalls mit Applaus gewählt. Laut seinen Angaben ist er «in einem freisinnigen Haus» in Matzendorf aufgewachsen. Die Art des Politisierens in der «nicht ganz einfachen Region» habe ihn zurückgehalten, sich politisch zu engagieren. «Erst in der GLP fand ich meine politische Heimat», so der beruflich als Architekt tätige Kobel. Die GLP Thal-Gäu werde nun versuchen, weitere Mitglieder zu gewinnen. Er kündigte Standaktionen an. Kontakte mit Sympathisanten soll auch das Sammeln von Unterschriften für die nationale GLP-Volksinitiative Energie- statt Mehrwertsteuer ermöglichen.

Als «grosses Ziel» bezeichnete Kobel die Teilnahme an den Kantonsratswahlen 2013 möglichst mit einer vollen 13er-Liste an. «Dabei einen Sitz zu holen, wird aber nicht einfach sein.» Im Vergleich zu den Wahlen 2009 müsste die GLP den im Wahlkreis Thal-Gäu erreichten Wähleranteil von rund 3,9 Prozent beinahe verdoppeln. Für Mitte dieser Woche kündigte der Präsident eine eigene Homepage an. «Dort ist nachzulesen, wofür wir stehen und uns einsetzen.»