Riedholz

«Attisholz-Nord ist eine grosse Chance für uns»

Teilansicht von Attisholz Nord mit einzelnen Villen oder Gehöften (links). Aktuell sind schon etliche Anlageteile (Tanks) abgebaut.

Teilansicht von Attisholz Nord mit einzelnen Villen oder Gehöften (links). Aktuell sind schon etliche Anlageteile (Tanks) abgebaut.

Mit einer umfassenden, fast anderthalbstündigen Information erhielten 35 Anwesende Riedholzer einen detaillierten Überblick, was künftig mit Attisholz-Nord als drittem Riedholzer Dorfteil geschehen soll.

Wenn Gemeindepräsidentin Jasmine Huber enttäuscht war über den mit 35 Personen inklusive Referierende und Gemeindevertreter doch relativ geringen Zustrom zur Informationsveranstaltung in der örtlichen Mehrzweckhalle, so liess sie das nicht durchblicken.

In ihrer Begrüssung fasste sie die geplanten Entwicklungschritte und die durchaus positiven Auswirkungen für Riedholz zusammen und betonte vor allem die Standortgunst, die Wohnen und Arbeiten direkt an der Aare in einem «Quartier mit speziellen Charakter» ermögliche. «Es wäre schade, hier eine Industriebrache entstehen zu lassen», verwies sie auf das im Areal vorgesehene «etappierte und kontrollierte Wachstum».

Kantonsplaner Bernhard Staub erläuterte alle kantonalen Rahmenbedingungen für das als «Meilenstein» bezeichnete Projekt und votierte aus kantonaler Sicht für Zustimmung an der Riedholzer Gemeindeversammlung am 23. Juni. Er unterstrich, dass das erarbeitete Teilleitbild für das Gelände mit einem Entwicklungspielraum von zwei bis drei Jahrzehnten sehr gelungen sei und verwies auf die Verbindungen zu Attisholz-Süd, dessen Planung der attraktiven Uferpromenade auf der Riedholzer Aareseite einen parkähnlichen Grünraum ggenüberstellt, der über die vorhandene ehemalige Firmenbrücke angenehm erreichbar ist.

Architekt Bertram Ernst, der vor zwei Jahren die grundlegende Masterplan-Studie gechrieben hatte, würdigte nochmals das gesamte Bauensemble, aus dem er vier Bereiche besonders betrachtete. Er betonte deutlich, dass hauptsächlich aus dem vorhandenen Gebäudebestand aufgebaut und nur vereinzelt abgerissen werden solle. «Das Zusammenwohnen zwischen alter und neuer Bausubstanz soll zu einem bereichernden Zusammenspiel mit der hiesigen Industriegeschichte werden», so Ernst.

Schon jetzt stehe das Gelände bereit für Zwischennutzungen, wie sie eine Sommerbeiz an der Brücke, das Flanieren am Wasser und demnächst weitere Gastro- und Kulturangebote in den Hallen eröffnen könnten. Als Präsidentin der Ortsplanungskommission stellte Pia Ringenbach alle neben der laufenden Ortsplanungsrevision weiteren Planungsschritte dar, damit gemäss Leitbild demnächst in Attisholz-Nord eine «durchmischte Nutzung» erfolgen kann.

Wohnungen sollen im Eigentum sowie als Mietobjekte in unterschiedlichen Preisniveaus realisiert werden.

«Mir als Riedholzer Giel liegt dieses Vorhaben besonders am Herzen», bekräftigte Alain Kunz, Raumplaner bei BSB. Er ging auf die wichtigen neun Leitsätze ein, die dieses räumliche Leitbild prägen. Neben der Vielfalt der Nutzung vertiefte er die Zwischennutzungen und die Ergänzungsbauten bei den zugehörigen Gehöften und Villen.

Dazu kamen urbane, städtebauliche Aspekte, der Einbezug von Aare- und Naturraum, die Erschliessung, die auf neue Strassen verzichtet und den Langsamverkehr fördert, sowie Altlastensanierung und Qualitätssicherung. «Der Einfluss der Gemeinde ist jederzeit gesichert, weil der Gemeinderat als Genehmigungsbehörde amtet.»

Führung durchs Areal am Samstag, 3. Mai, 13.30 Uhr, Treffpunkt Verwaltungsgebäude.

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