Luterbach

Attisholz-Areal: Wie viel Grünfläche braucht die Arbeitszone?

Vor elf Monaten wurde zum Masterplan Attisholz Süd informiert, nun hat Luterbachs Gemeinderat bereits das Baureglement angepasst und für die öffentliche Mitwirkung freigegeben.

Vor elf Monaten wurde zum Masterplan Attisholz Süd informiert, nun hat Luterbachs Gemeinderat bereits das Baureglement angepasst und für die öffentliche Mitwirkung freigegeben.

Wegen Attisholz Süd erhält das Bau- und Zonenreglement zusätzliche Paragrafen. Bereits sind Interessenten da, die über die Bestimmungen informiert werden möchten.

Das Areal Attisholz bestimmte die Traktanden an der Gemeinderatssitzung. Dabei wurde der Teilzonen- und Erschliessungsplan diskutiert sowie eine Erweiterung des bestehenden Bau- und Zonenreglements. «Ich habe es noch nie erlebt, dass ein Geschäft behandelt wird, das so unfertig ist», sagte eingangs Gemeindepräsident Michael Ochsenbein. Aber eben, die Zeit dränge. Einerseits sind Interessenten da, die wissen wollen, was sie wie bauen dürfen, andererseits will die Öffentlichkeit informiert werden. Namen zu den Interessenten könnten dieser aber noch nicht bekannt gegeben werden.

Natürlich will man die Wirtschaft fördern. Andererseits muss der Gemeinderat den Spagat wagen und die Interessen der Gemeinde nicht vernachlässigen. «Wir wollen, wie im Masterplan vorgesehen, die Allee durchziehen. Aber wir wollen gleich bei allen Strassen, dass diese von Bäumen gesäumt sind», beschreibt Ochsenbein die Ausgangslage. Gleichzeitig brauche es in der Arbeitszone keine grünen Inseln. Zudem sei das Versickern des Regenwassers festgeschrieben. «Damit sind wir eigentlich schon zufrieden.»

Nachgeben will der Gemeinderat bei der Grünflächenziffer für die Arbeitszone von 15 auf 10 Prozent. Jeder einheimische Hochstammbaum wird mit 40 Quadratmeter Land in die Grünflächenziffer eingerechnet. Zuvor waren es 30 Quadratmeter. Aus dem Reglement herausgenommen wird, dass begrünte Dächer an die Grünflächenziffer angerechnet werden können, weil dies in Zukunft juristische Probleme geben könnte.

Um ein Beispiel zu nennen: Laut Diskussion will ein Interessent auf einem Landstück von über 30 000 Quadratmetern etwas realisieren. 3000 Quadratmeter würde die Grünfläche betragen. Mit nicht ganz 80 Hochstammbäumen entlang den angrenzenden Strassen wäre der Grünflächenziffer Genüge getan. Dies wäre wiederum bei einer überbauten Fläche von 200 mal 150 Meter und einem Umfang von 700 Metern gut alle zehn Meter ein Hochstammbaum.

Der Gemeinderat einigte sich nach längerer Diskussion auf diese und weitere Punkte. Das Ja wurde dadurch relativiert und erleichtert, dass sich die Reglemente noch einige Male ändern werden, damit Anpassungen bei konkreten Interessenten gemacht werden können. Darüber waren sich alle einig.

Der wichtigste Punkt beim Teilzonenplan betraf ein Anliegen der AEK. Sie will ihr Land weiterhin als Industrieland eingestuft haben. Der Gemeinderat genehmigte die Besitzesstandwahrung.

Im nächsten Schritt wird nun eine öffentliche Mitwirkung zum Entwurf Zonen- und Erschliessungsplan «Attisholz Süd» mit den zugehörigen Zonenvorschriften durchgeführt. Danach folgt die kantonale Vorprüfung.

US-Car-Meeting in Luterbach

«Wir werden in nächster Zeit noch öfters über Grossanlässe entscheiden müssen», berichtete der Gemeindepräsident. Auf dem Tisch lag die Anfrage, am 4. Mai das US-Car-Meeting auf dem Areal Attisholz veranstalten zu dürfen.

Der Gemeinderat stimmte der Durchführung mit zwei Auflagen einstimmig zu. Die beiden Anlässe US-Car-Meeting und Luterbach.bewegt müssen aneinander vorbeikommen. Zudem muss die Zufahrt geregelt werden.

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