Scintilla
Angestellte fordern Aufschub der Schliessung und Prüfung der Alternativen

Am Mittwochnachmittag haben sich 350 Angestellte der Scintilla zur Betriebsversammlung eingefunden. Die Betroffenen stellen klare Forderungen und verlangen ein einjähriges Moratorium. Zudem müssten die Alternativen wirklich geprüft werden.

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Die Angestellten wollen die Schliessung nicht einfach hinnehmen und lancieren eine Petition.

Die Angestellten wollen die Schliessung nicht einfach hinnehmen und lancieren eine Petition.

Hansjörg Sahli

«Die Teilnahme so vieler Angestellter an der Personalversammlung ist ein starkes Zeichen an Bosch und zeigt, dass die Arbeiterinnen und Arbeiter in der Scintilla den Stellenabbau nicht einfach so hinnehmen werden», schreibt die Unia in ihrer Mitteilung zum eindrücklichen Grossaufmarsch der rund 350 Angestellten.

Es sei beschlossen worden, eine Petition zu lancieren. «Diese fordert von Bosch eine ernsthafte Prüfung von Alternativen zum Stellenabbau und ein Moratorium von mindestens einem Jahr», heisst es. Der Beschluss sei durch einen einstimmigen Entscheid aller Angestellten erfolgt.

Kampf der «Alibiübung»

Der Belegschaft, der Angestellten- und Betriebskommission und der Gewerkschaft Unia sei die nötige Zeit für die gemeinsame Erarbeitung von Alternativen zu garantieren, wird in der Petition betont. Sonst verkomme «das Ganze zu einer Alibiübung».

Auch wenn der Abbau in Zuchwil unhaltbar sei, dürfe ein solider Industriebetrieb nicht einfach zerstört und «wertvolles industrielles Know-how» ausgelagert werden.

330 Arbeitplätze betroffen

Am 19. November war bekannt geworden, dass die Bosch-Tochter Scintilla bis 2016 rund 330 Arbeitsplätze abbauen will. Die Fertigung und Entwicklung von Werzeugen zur Holzbearbeitung soll nach Ungarn ausgelagert werden. (ckk)