Gempen

An der geplanten Bikepiste scheiden sich die Geister

Mit einer solchen Anlage soll Gempen für Jugendliche attraktiver werden.

Mit einer solchen Anlage soll Gempen für Jugendliche attraktiver werden.

Mit einem Pumptrack könnte jungen Bikern mehr Fahrspass geboten werden. An der Gemeindeversammlung ging es um die Frage, wo die wellenförmige Piste gebaut werden darf.

Der Erlös aus dem Gempen-Fest soll in Projekte für Junge investiert werden. Diese Zusage hatte verschiedene Planungsgruppen veranlasst, Vorschläge auszuarbeiten. Zum einen soll der IT-Bereich in der Schule verbessert werden, zum andern möchte man den Spielplatz beim Schulhaus verschönern und daneben einen 900 Quadratmeter grossen Pumptrack realisieren.

Arbeitsgruppe setzt sich durch

Was ein Pumptrack ist, erfuhren die 88 erschienenen Stimmberechtigten an der Gempner Gemeindeversammlung. In einem Kurzfilm präsentierten die jungen Projektverantwortlichen, dass es sich um eine wellenförmige, asphaltierte Fahrbahn handelt, auf der man mit dem Velo oder auf einem anderen rollenden Gefährt verschiedene Techniken wie das Springen, Wheelen und Pushen anwenden kann, um den Fahrspass zu erhöhen und das Gerät auszureizen.

Für die weitere Planung beantragte der Gemeinderat von Gempen der Gemeindeversammlung, den Standort festzulegen. Dabei folgte die Dorfexekutive nicht der Empfehlung der Arbeitsgruppe, sondern votierte für eine Variante, die nicht in unmittelbarer Nähe der Wohnliegenschaften realisiert werden soll.

Die dortigen Platzverhältnisse wurden von der Planungsgruppe hingegen als negativ gewertet. Sie bevorzugte die Spielwiese vor dem Schulhaus. Hier lasse sich eine Anlage realisieren, die keine Wünsche offenlasse und sich harmonisch in die Umgebung einfüge, so die Argumentation. Ausserdem sei hier auch die soziale Kontrolle gegeben, was zum Beispiel die Gefahr des Litterings vermindere. Die anderen Standorte würden sich nicht eignen wegen Zonenproblemen oder der Geländebeschaffenheit.

Kein nächtlicher Treffpunkt

In einer ausführlichen Diskussion kamen verschiedene Befürchtungen zum Ausdruck. Anwohner könnten allfällige Lärmbelästigungen ins Feld führen und im Baubewilligungsverfahren ihr Veto einlegen. Diverse Votanten hielten dem entgegen, dass der Pumptrack nachts nicht ausgeleuchtet und man diesen Ort nicht als nächtlichen Treffpunkt dulden werde.

Andere Stimmen verwiesen auf die Verbindung zum Kinderspielplatz und betonten, wie wichtig es für den Zusammenhalt des Dorfes sei, die jungen Menschen mit ihren Spielbedürfnissen nicht an den Rand zu drängen. «Wir alle waren einmal jung und freuten uns über Spielmöglichkeiten innerhalb des Dorfes», resümierte der designierte SVP-Gemeinderat Dominik Zimmermann. Die verschiedenen Standorte wurden in der Abstimmung einander gegenüber gestellt, und der vorgeschlagene Standort der Planungsgruppe setzte sich schliesslich durch.

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