Wer die Bänklete besuchte, fand sich unversehens in einem Königreich. Der Ober führte als König Daniel höchstpersönlich durch den Abend. Königlich präsentierte sich auch das Programm. Talentierte aus dem Dorf oder der Region sorgten für den Grundstock des Angebotes. Deren Niveau einerseits und das dankbare Publikum andererseits dürften Gründe sein, dass nochmals mehr und noch attraktivere auswärtige Schnitzelbankgruppen dazu gestossen sind.

Mit einem breiten Repertoire und tollem Klang auf den Abend eingestimmt wurde das Publikum durch die Zunftmusik. Den Reigen der Schnitzelbankgruppen eröffnete die Chräbszunft. Als Einheimische nutzten sie die Möglichkeit, einige ihrer Pointen direkt an Personen aus dem Ort zu binden. Genannt wurde ein Mann, der nach einem Exzess als Strafe stockbetrunken seine Frau gleich doppelt sehen musste. Genannt wurde auch die Frau, welche erst mit der Schachtel endlich den «Schuh» fand der passte.

Versöhnlicher wurde die Zunft mit der Zeile «d’Manne si au nit schlächt, aber sie hei sälte rächt». Mit Gitarre begleitet, hefteten auch die Sänklochtaucher ihre Pointen an Einheimische. Sie ernteten Applaus mit dem Mann, der das Hornusserfeld ohne Messer in der Maschine «mähte». Noch mehr Beifall bescherte ihnen die kommentierten Erlebnisse auf der Navi-Jungfernfahrt einer Wirtin. Die riesige Torte für 20 Jahre verdienten sich die rosa gekleideten Sänklochtaucher redlich. In unterschiedlichen Stilrichtungen geisselten die auswärtigen Gruppen Unterschiedliches. Einheitlich wurden ihre Themen mit dem Schweizer Skiteam, Silvio Berlusconi, Christof Mörgeli und der singenden Vreni Schneider.